Spanien 1954. Der Journalist Ricardo Fernandez schreibt eine Biografie über den spanischen Dichter Federico Garcia Lorca, der 1936 unter ungeklärten Umständen von den Faschisten ermordet wurde. Ricardo hat aber nicht nur literarische Ambitionen - er möchte herausfinden, wer den berühmten, aufrührerischen Poeten tatsächlich tötete. Bei seinen Recherchen wird er von der Polizei massiv eingeschüchtert und bedroht; der Mord geschah schließlich am Vorabend des Bürgerkrieges und das Franco-Regime duldet keine kritischen Untersuchungen der Vergangenheit. Trotz aller Repressalien redet Ricardo mit Zeitzeugen von damals und kommt der Aufklärung Stück für Stück näher. Dabei taucht der Journalist auch in seine eigene Familiengeschichte ein, denn Ricardos Eltern flüchteten kurz vor Lorcas Tod vor den Faschisten nach Puerto Rico. Als 16-jähriger Schüler hatte er den charismatischen Poeten bewundert und auch kennen gelernt...

Dank der guten Darsteller ist dies eine gelungene Mischung aus Thriller und Künstler-Biografie. Regisseur Marcos Zurinaga ("Das große Fest", "Tango Bar") bediente sich hier einer komplexen Rückblendentechnik und erschuf ein facettenreiches Bild des spanischen Jahrhundert-Dichters, wobei er über dessen letzte Stunden freilich auch nur spekulieren kann.