Da fast alle arbeitsfähigen Männer ihr Heil in den benachbarten USA suchen, herrscht in dem mexikanischen Dorf Santa Ana del Valle akuter Männermangel. Damit auch der noch nicht volljährige Mateo seine Familie ernähren kann, versucht er immer wieder erfolglos, die Grenze in die USA illegal zu passieren.

Vor einer erneuten Abreise ins gelobte Land glaubt Meteo an größeres Glück, wenn er einer Dorf-Gang beitritt. Die allerdings fordert ein knallhartes Aufnahmeritual: Mateo soll ein Mitglied der rivalisierenden Gang töten. So gerät er unfreiwillig in einen Strudel der Gewalt ...

Umsetzung lässt einiges zu wünschen übrig

Inhaltlich klingt das Ganze nach knallharten Gangsterfilmen aus der Dritten Welt wie etwa "City of God" oder "La Soga", doch die Umsetzung lässt einiges zu wünschen übrig.

Denn filmisch wenig ausgefeilt (man könnte auch langweilig sagen) verpasst die Dramaturgie, die permanent mögliche Spannungsbögen ausspart, um belangloses Geplänkel zu zeigen, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Zu Vieles bleibt unbeantwortet (Warum etwa sterben zu Beginn derart viele Menschen im dem vernagelten Viehtransporter und warum überlebt ausgerechnet Mateo?), wird schlecht oder gar nicht erklärt und erschließt sich nicht aus dem Gezeigten.

Da wundert man sich schon, warum deutsche Geldgeber auf derlei lahme und unzulängliche Filmkost setzen. Bei dem Regie-Debüt des US-Amerikaners Damian John Harper reicht der Globalisierungsgedanke allein nicht!