Der Schüler Yu gilt eigentlich als braver Jugendlicher. Doch um die Aufmerksamkeit seines Vaters, eines Priesters, zu erlangen, begeht er die ein oder andere Sünde. So ärgert sich der Vater vornehmlich über sexuelle Eskapaden. Dann trifft Yu bei seiner Voyeur-Streifzügen auf seine große Liebe Yoko. Die allerdings ist das Ergebnis einer Affäre seines Vaters. Richtig kompliziert wird es, als die Geliebte des Vaters samt Yoko bei ihnen einzieht und schließlich die gesamte neue Familie von offenbar wahnsinnigen Mitgliedern einer Sekte gekidnappt wird ...

Knapp vier Stunden über die Irrungen und Wirrungen der Liebe verlangen vom Zuschauer enormes Durchhaltevermögen. Regisseur Sion Sono verballert hier den Stoff für gleich mehrere Filme, liefert ein mitunter wirres Potpourri aus pubertären Liebesträumen, sexuellen Perversionen, übersteigerter Religiosität, Sektenwahn und Gefühlschaos. Auch wenn dank der Rasanz das Gebotene recht kurzweilig erscheint, muss man sich der überlangen Herausforderung stellen und derlei wilden wie ungestümen Mix vertragen können.

Foto: Rapid Eye Movies