Japanische Filme sind eine Sache für sich: oft ein wenig überzogen, etwas übertrieben in ihrer Darstellung - besonders, wenn es sich um Komödien handelt.

Auch "Lowlife Love" von Eiji Uchida, der neben der Regie ebenfalls Drehbuch und Schnitt übernahm, mag für westliche Filmkonsumenten nicht das sein, was sie zu sehen gewohnt sind. Als Indie-Produktion mit nur geringem Budget fällt der Streifen eher in das Programm von Cineasten.

Von Indie bis Porno

Dafür wird dem Zuschauer ein interessanter Mix aus Drama, Komödie und Selbstreflexion geboten. Denn neben den humoristischen Einlagen gibt es auch Einblicke hinter die Kulissen einer Filmindustrie jenseits der großen Blockbuster mit millionenschweren Budgets und großen Namen in Cast sowie Stab.

Protagonist Tetsuo (Kiyohiko Shibukawa) macht selbst Filme und konnte in der Vergangenheit bereits einiges an Lob für eine seiner Produktionen verbuchen. Seitdem ist es allerdings still um ihn geworden, da er gewisse Ansprüche an seine Werke stellt, die nicht leicht zu erfüllen sind.

Um dennoch über die Runden zu kommen, lebt er im Hotel Mama und produziert mit seinem besten Freund Mamoru (Yoshihiko Hosoda) Pornos. Diese sorgen nebenher - ebenso wie Tetsuos "Schauspielschule" - für regen Nachschub an Bettgenossinnen.

Dieses "Lowlife" endet erst, als die Filmemacher auf Schauspielerin Minami (Maya Okano) und Drehbuchautor Ken (Shugo Oshinari) treffen. Diese beiden Talente lassen einen neuen Karriereschub wieder möglich erscheinen.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Lowlife Love":