Irgendwie wirkt Krankenpfleger Greg Focker (Ben Stiller, Foto mit Teri Polo) - sein Nachname wird zum Running Gag, denn die Aussprache klingt wie "fucker" und das ist nun mal in Amerika ein übles Schimpfwort - wie der typische Verlierer. Schon der erste Versuch, seiner hübschen Freundin Pam Byrne einen Heiratsantrag zu machen, misslingt prompt. Nun soll er Pams Eltern kennenlernen. Die Fahrt nach Long Island will Greg nutzen, um endlich in romantischem Ambiente um Pams Hand anzuhalten. Doch schon auf dem Flughafen läuft für den ohnehin nervösen Greg alles aus dem Ruder: Das Gepäck samt Verlobungsring ist verschwunden, in Pams Elternhaus herrscht Rauchverbot und Vater Jack entpuppt sich als misstrauischer Miesepeter. So tritt Greg schnell von einem Fettnäpfchen ins nächste. Als er heraus bekommt, dass Jack einst ein CIA-Agent war, steigt Gregs Nervosität ins Unermessliche. Der fröhliche Wochenendtrip wird zu einem entsetzlichen Albtraum ...

"Austin Powers - Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat"-Regisseur Jay Roach begab sich hier fernab der schrillen Klamotte auf eher traditionelles Comedy-Terrain. Robert De Niro glänzt als skeptischer Vater, Ben Stiller schlägt wieder über die Stränge und die Story gerät ab und an freilich völlig aus den Fugen. So sind viele Szenen nicht mehr lustig, sondern einfach nur peinlich, etwa wenn Greg mit dem Sektkorken die Urne der Großmutter abschießt oder die Klärgrube zum Überlaufen bringt, so dass fast alle durch ein festgefahrenes Auto mit stinkendem Moder besprengelt werden. Wer allerdings deftig-überzogenen Humor à la "Verrückt nach Mary" mag, der könnte bei dieser Aneinanderreihung aberwitziger Fauxpas und überdrehter Slapstick nach der Holzhammermethode voll auf seine Kosten kommen. Besser ausgefallen ist allerdings die Fortsetzung "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich", die Roach vier Jahre später vorlegte. Paul Weitz lieftere schließlich mit "Meine Frau, unsere Kinder und ich" (2010) eine weitere Fortsetzung.

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