Im 16. Jahrhundert will der unbescholtene Pferdehändler Michael Kohlhaas auf einen Markt ziehen. An einer Grenze verlangt man aber erstmalig einen Passierschein, den Kohlhaas nicht vorweisen kann. Er muss als Pfand zwei Pferde zurücklassen. Als er die Tiere nach den Markttagen wieder abholen will, befinden diese sich in einem erbärmlichen Zustand. Kohlhaas verlangt einen Ausgleich, der ihm aber auch bei Gericht nicht gewährt wird. Als dann auch noch seine Frau bei einem Besuch bei der Prinzessin getötet wird, nimmt Kohlhaas das Gesetz in die eigenen Hände. Sein Wunsch nach Gerechtigkeit zieht mehr und mehr Gleichgesinnte an und das Unternehmen gerät zum Feldzug gegen die Willkür der Obrigkeit ...

Heinrich von Kleists gleichnamige Novelle über die Zeit der Barbarei und der Willkür der Obrigkeit hat zwar nicht viel von ihrer gesellschaftlichen Relevanz verloren, verkommt aber hier über weite Strecken zur zähen Räuberpistole, bei der nie wirklich klar wird, wieviel Zeit eigentlich ins Land gestrichen ist und mit welchen Motiven hier zu Werke gezogen wird (weder die der Protagonisten noch die der Macher). So plätschert die Parabel um den Rechtsstreiter mit gut fotografierten Bildern meist betulich vor sich hin.



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