Janu Nakts heißt die Mittsommernacht in Lettland, die jedes Jahr vom 23. auf den 24. Juni mit der Familie und Freunden zelebriert wird. Dann werden Feuer geschürt, es wird gegrillt und kräftig getrunken. Verliebte und die, die es noch werden wollen, machen sie in dieser Nacht auch auf die Suche nach dem magischen Farn, der hochwirksam in Liebesdingen sein soll. Vor diesem Hintergrund sucht ein junger US-Amerikaner seine vermeintliche Halbschwester, zwei Feuerwehrmänner aus Liverpool feiern mit ihren lettischen Kollegen, zwei windige Halsabschneider gehen ihren zweifelhaften Geschäften nach, eine lettische Nymphomanin glaubt den Mann ihres Lebens gefunden zu haben und eine französische Witwe will die Urne mit der Asche ihres verstorbenen Mannes bestatten ...

Genauso wirr und skurril wie die schwierige Inhaltsbeschreibung ist auch diese Komödie des aus Riga stammenden Schauspielers, Drehbuchautors und Regisseurs Alexander Hahn, der mittlerweile in Österreich lebt. Zwar konnte er für seinen bunt gestückelten Episodenfilm, der stilisiert, zusammenhanglos und unentschlossen daher kommt, ein prächtiges Darsteller-Ensemble verpflichten, doch alle Figuren sind so dermaßen klischeehaft überzeichnet, dass sie in keiner Weise glaubwürdig wirken. Da hilft auch die beste Schauspielerei nicht viel. Außerdem ist das als Leitmotiv eingesetzte "magische Farn" mehr als aufgesetzt und hält die sechs Episoden in keiner Weise zusammen. Was in Erinnerung bleibt: die zum Teil wunderbaren Bilder von Kameramann Jerzy Palacz und der eine oder andere gelungene Gag.

Foto: Barnsteiner