Paul Villers ist ein hochgeschätzter Gerichtsmediziner in einer Stadt in Südwestfrankreich, mit einem Hang zu zynischer Arroganz. Als seine Frau Manon im Kinderzimmer tot aufgefunden wird, deutet zunächst alles auf Selbstmord hin. Die Bestattungsbewilligung ist schnell erteilt und Villers lässt seine Frau einäschern. Tage nach der Bestattung bekommt er Besuch von der Kriminalbeamtin Judith Lebrun: Manons Eltern haben Anzeige erstattet, weil sie den Selbstmord bestreiten. Manon hinterließ ihnen am Tag ihres Todes eine frohgelaunte Nachricht auf dem Anrufbeantworter und am Tag darauf wollte sie eine New-York-Reise antreten. Die Ermittlungen richten sich gegen Paul. Bald findet Judith heraus, dass Manon einen Liebhaber hatte: Himeur, Literaturprofessor an der Universität. Da Manon jedoch wusste, dass Paul sie niemals mit den Kindern hätte fortgehen lassen, traute sie sich nicht, ihn zu verlassen. Sah Manon, die nicht weiter mit ihrem Mann zusammenleben wollte, gleichzeitig jedoch unfähig war, ihn zu verlassen, im Selbstmord die einzige Lösung? Bei unzureichender Indizienlage muss die Untersuchungsrichterin nach französischem Recht "mit innerer Überzeugung" über die Anklage entscheiden: Soll der Gerichtsmediziner Paul Villers wegen Mordes an seiner Frau angeklagt werden?