Longfellow Deeds betreibt in einem kleinen Kaff eine Pizzeria und schreibt einfältige Gedichte. Eines Tages erfährt er, dass er als einziger lebender Verwandter eines verstorbenen Multimilliardärs schlappe 40 Milliarden Dollar geerbt hat. Für die Formalitäten muss sich Deeds allerdings aus der hintersten Provinz geradewegs nach New York begeben, wo ihn nicht nur nette Leute erwarten: Abzocker aller Art haben es auf sein Geld abgesehen. TV-Journalistin Babe Bennett verspricht sich eine lustige Story mit dem vermeintlichen Deppen und schmeißt sich tapfer an ihn heran. Es bleibt natürlich nicht aus, dass sie nach einigen Sauftouren durch die Nacht plötzlich etwas für das Landei zu empfinden beginnt. Das macht ihren Job reichlich kompliziert ...

"Mr. Deeds" ist das Remake eines Komödienklassikers von 1936, Frank Capras "Mr. Deeds geht in die Stadt" mit Gary Cooper und Jean Arthur. Allzu viel vom Geist des Originals ist natürlich nicht geblieben, denn der Humor des frühen dritten Jahrtausends ist doch allemal derber und lauter als in den menschenfreundlichen Filmen eines Capra. Adam Sandlers Filme weisen unter der Oberfläche des Klamauks oft eine Tendenz zur moralinsauren Belehrung auf. Auch "Mr. Deeds" verzichtet nicht auf Moral und umwerfende Lebensweisheiten, etwa der Sorte, dass Geld ja nicht alles sei (lässt sich gut sagen, wenn man wie Sandler mindestens 25 Millionen Dollar pro Film kassiert) oder dass es auf dem Land viel ehrlicher und besser zugeht als in der bösen Großstadt. Im Original von 1936 hatte das noch einen naiven Charme, und es gab daneben auch treffende satirische Spitzen; zu Recht strich Frank Capra dafür seinen zweiten Regie-Oscar ein. Stephen Brill, Regisseur des Remakes, wird auf eine solche Auszeichnung wohl verzichten müssen.

Foto: Columbia