Howard Marks galt sogar in der Elite-Universität von Oxford als hochbegabte Hoffnung für das britische Empire. Doch in den 1970ern war ein Joint das Symbol, das Freiheit und eine bessere Welt versprach. So zog es Howard – auch dank IRA und britischem Geheimdienst - vor, im Drogenhandel sein Geld zu machen. Er war es, der das dreckige Geschäft globalisierte, zum internationalen Drogenboss wurde und schließlich in einem Bestseller über seine düsteren Machenschaften mit 43 Decknamen, 89 Telefonanschlüsse, 25 Firmen und Kontakten zu Mafia wie zu Geheimdiensten schrieb.

Regisseur Bernard Rose nahm sich der gleichnamigen Autobiografie von Howard Marks an und verfilmte dessen schillerndes Leben als witzige Komödie und deftige Satire über ein politisches System, dass durch Cannabis und Dreistigkeit massiv aufgeweicht wurde. Dabei trifft Rose leider nicht immer den richtigen Ton, vergreift sich ab und an auch stilistisch, liefert aber dennoch das Porträt eines faszinierenden Mannes mit unzähligen Gesichtern. Hauptdarsteller Rhys Ifans bietet hier einmal mehr eine schauspielerische Glanzleistung.



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