Der noch junge Witwer Robert will endlich seine Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Deshalb kündigt er seine Kölner Wohnung und legt sein ganzes Kapital in Münz-Fernrohren an, die er in Ostdeutschland aufstellen will. Dort angekommen, entdeckt er eines Tages durch ein Fernrohr eine junge Frau, die seiner verstorbenen Frau Jule wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Werner folgt Christine, so heisst die Fremde, und schnell finden sie zueinander. Doch Werner verschweigt ihr ihre Ähnlichkeit mit seiner ersten Frau, wohingegen Christine nur noch an einen Einbruch, um sich das zurückzuholen, was ihr einst gehörte...

West trifft Ost in diesem Drama von Georg Maas ("Pfadfinder"), das er nach einem eigenen Drehbuch mit vielen Anspielungen auf die Filmgeschichte inszenierte. Überzeugend verkörpert Anna Loos die mit allen Wassern gewaschene Christine, Jochen Nickel hat als nachdenklicher Witwer Robert sicher den schwierigen Part, einen Mann zu verkörpern, der aus seiner Lebenskrise heraus möchte. Ein wenig mehr Humor und weniger Ernsthaftigkeit hätte dem Film sicher gut getan, und auch die Anspielungen auf Klassiker wie Hitchocks "Über den Dächern von Nizza" oder "Das Fenster zum Hof" wirken zum Teil merkwürdig deplatziert.