In einer kleinen Stadt an einem abgelegenen Fjord im Norden Islands lebt Nói. Eingeschlossen von hohen Bergen und begraben unter Schnee ist dieser Ort eine zu kleine Welt, in die Nói nicht hineinpasst. Er gilt als eigensinniger Außenseiter, von dem niemand weiß, ob er nun zurückgeblieben oder genial ist. Mit Iris, dem Mädchen von der Tankstelle, träumt er, dieser Welt zu entkommen. Der Direktor wirft ihn von der Schule, die Feuerwehr hat keine Arbeit für ihn, als Totengräber verzweifelt er an der tiefgefrorenen Erde. Erst als eine Katastrophe sein kleines Universum erschüttert, eröffnet sich für Nói die Chance, ein neues Leben zu beginnen ...

Das mit vielen Preisen ausgezeichnete Regiedebüt des isländischen Regisseurs Dagur Kári, der hier in eindrucksvollen Landschaftsbildern das Schicksal eines Außenseiters am Rande der Gesellschaft beschreibt. In der Rolle des Nói überzeugt Tómas Lemarquis, der hier mit seinem Vater Gérard gemeinsam vor der Kamera steht. Lemarquis sr. lehrt im realen Leben an der Universität von Island und am Collage von Hamrahlí Französisch, so dass es ihm nicht schwerfiel, in die Rolle des Französischlehrers zu schlüpfen.

Foto: Neue Visionen