Der Waisenjunge Oliver wird zu den Sowerberrys geschickt, um dort zu arbeiten. Doch schon bald bricht er aus und läuft sieben Tage lang nach London. Dort angekommen macht er auf der Straße die Bekanntschaft von Artful Dodger, der ihn zu Fagins-Bande bringt. Fagin führt ihn in die Kunst des Taschendiebstahls ein. Beim ersten Diebeszug mit der Bande wird Oliver von Mr. Brownlow erwischt. Der freundliche Herr bestraft ihn jedoch nicht, sondern nimmt ihn mit zu sich nach Hause, wo Oliver sich sofort wohl fühlt. Mr. Brownlow und seine Frau kümmern sich rührend um ihn. Doch Fagin, der Böses im Schilde führt, will Oliver nicht so leicht aufgeben ...

Nach dem Literaturklassiker von Charles Dickens drehte Regisseur William J. Cowen die allererste Tonverfilmung der weltberühmten wie dramatischen Geschichte des kleinen Waisenjungen, der von dem Gedanken beseelt ist, endlich ein normales Leben wie jeder Gleichaltrige führen zu können. Cowens Adaption löste seinerzeit eine wahre Flut an weiteren Oliver-Twist-Verfilmungen aus. In der Hauptrolle brilliert der achtjährige Dickie Moore, der schon als Baby erste Auftritte vor der Kamera hatte und ein Jahr zuvor in mit Marlene Dietrich "Blonde Venus" gedreht hatte. Moore war einer der berühmtesten US-Kinderstars und konnte seine Schauspielerkarriere auch fortsetzen, als er den Kinderschuhen längst entwachsen war. So spielte er in weiteren Klassikern wie "Sergeant York" (1941) und "Goldenes Gift". Anfang der Fünfzigerjahre zog sich Moore aus dem Filmgeschäft zurück und arbeitete fortan im Bereich Public Relations.

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