Niall Horan, Zayn Malik, Liam Payne, Harry Styles und Lois Tomlinson - das sind "One Direction". 2010 als drittplatzierte aus der britischen Castingshow "X-Factor" hervorgegangen, haben sich die Jungs aktuell zu einer der international-erfolgreichsten Teenie-Boybands schlechthin gemausert. Zeit, das Leben der Anfang Zwanziger - die über 29 Millionen Tonträger abgesetzt haben - zu verfilmen. Der 3D-Film zeigt neben Konzertmitschnitten von der "One-Direction"-Welttournee 2013 auch zahlreiche persönliche Backstage-Momente. Natürlich darf die Geschichte, wie die fünf Jungs über Nacht berühmt wurden, nicht fehlen ...

Kreischende Fans, weinende Mütter, die ihre Söhne vermissen, die fünf bodenständigen Boys "ganz privat" und zwischendurch der ein oder andere angespielte Songs: So inszeniert Dokumentarfilmer Morgan Spurlock das britisch-irische Quintett auf ihrer Reise um den Globus. Leider wird dem Zuschauer - es sei denn er ist ein glühender Fan der Halbstarken - schnell bewusst, dass die Dokumentation nur Teil einer Marketingmaschinerie ist. Auf den ersten Blick geht "Super Size Me"-Regisseur Spurlock auf Tuchfühlung, tatsächlich kratzt er wie bei anderen Fanfilmen wie "Justin Bieber 3D - Never Say Never" oder "Hannah Montana/Miley Cyrus: Best of Both Worlds Concert Tour" auch nur an der Oberfläche. Wer sich den Film trotz mangelnder Fanliebe ansieht, dem sei geraten, Ohrstöpsel einzupacken: Mehr wegen des hysterischen Gejohles als wegen der eigentlichen Musik - denn die kommt in dem Film zu kurz.



Foto: Sony Pictures Germany