In einer abbruchreifen Kirche hat sich ein Orchester zur Probe eingefunden. Während ein Fernsehteam Aufnahmen macht, proben die Musiker nicht nur die Noten, sondern auch den Aufstand. Der Dirigent wird zusehends weniger mit dem Chaos im Saal fertig. Als sich dann doch alle dem Maestro unterordnen, nutzt dieser seine neu gewonnene Macht schamlos aus... Bis wie ein Deus ex machina die mächtige Betonbirne eines Abbruchbaggers die Kirchenmauer durchbricht und dem Durcheinander ein Ende bereitet.

Fellinis gelang mit diesem Film eine vielschichtige Parabel auf menschliches Sozialverhalten und die Anatomie von Machtstrukturen. Dabei geht es natürlich nicht bierernst zur Sache, sondern mit viel schrägem Humor, "fellinesk" eben. Eine wichtige Rolle spielt auch die Musik von Fellinis Hauskomponist Nino Rota, der in letzter Zeit auch als Komponist von Nicht-Filmmusiken (Klavierkonzerte, Sinfonien) wiederentdeckt wird, was sich in einigen gelungen CD- Neuerscheinungen äußert. (Bei der Plattenfirma Sony bringt man es allerdings fertig, Federico Fellini auf dem Cover der "Orchesterprobe"-Filmmusik gleich viermal falsch zu schreiben und ihm den Film "Der Leopard" von Luchino Visconti zuzuschreiben...)