Seit Monaten befindet sich Anders nun schon in der Entzugsklinik, um den Drogen endgültig Adieu zu sagen. Weil er es schon weit gebracht hat, wird ihm nun ein Tag frei gegeben. So tritt er in eine Welt, die für ihn alles andere als normal ist. Denn seine einstige Drogensucht hängt als Damoklesschwert schwer über ihm. Er trifft seine Schwester, alte Freunde und Bekannte. Die Begegnungen verdeutlichen Anders, was aus seinem Leben ohne Sucht hätte werden können, zeigen ihm wie Perlen auf einer Schnur seine vertanen Chancen und konfrontieren ihn mit den eigenen Unzulänglichkeiten ...

Nach seinem mehrfach preisgekrönten Kinodebüt "Auf Anfang" erzählt der Norweger Joachim Trier hier erneut eine Geschichte über einen misslungen Start ins Erwachsenenleben. Er mischt alte Video-Bilder von Oslo mit der Geschichte seines Protagonisten. Ein loses Remake von Louis Malles Klassiker "Das Irrlicht" sollte es werden, doch der letzte Tag im Leben eines 34-Jährigen wirkt ebenso unschlüssig wie seine Hauptfigur. Das semidokumentarische Stilelement greift zudem nicht immer, erzeugt oft sogar eine Distanz, die das Interesse an den Problemen des Protagonisten schnell schwinden lässt.



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