Henri Charrière, der auch "Papillon" genannt wird, ist ein Gauner, wie er im Buche steht. Allerdings soll er für einen Mord grade stehen, den er gar nicht begangen hat. Schließlich findet er sich in der Strafkolonie Bagno in Französisch-Guyana wieder. Dort herrschen unmenschliche Zustände: Nicht nur die Hitze, auch Tropenfieber, schlechte Ernährung und die durchweg sadistischen Aufseher machen den Gefangenen zu schaffen. Doch Papillon lässt sich so schnell nicht unterkriegen, Tag und nacht denkt er an Flucht ...

Mit dem autobiographischen Roman "Papillon" gelang Henri Charrière ein Welterfolg. Die Verfilmung ist relativ frei, doch die Hauptsache ist, ob sie in sich funktioniert (und nicht als Bebilderung der Vorlage). Und Regisseur Schaffner ist auf jeden Fall ein spannender und intensiver Film gelungen, bei dem vor allem die gründliche Rekonstruktion der Lager-Atmosphäre überzeugt. Dustin Hoffman verdiente immerhin 1,25 Millionen Dollar mit "Papillon". Für den Part des Fälschers Degas musste er allerdings zehn Kilo Gewicht herunterhungern. Hoffmans damalige Frau Anne Byrne ist in ihrem Leinwanddebüt als Degas' Ehefrau zu sehen. Einen schönen Fehler bietet allerdings die Schlussszene. Achten Sie auf den gut sichtbaren Taucher, der die beiden Geflüchteten durchs Wasser zieht!

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