Ausgerechnet als eine seltsame Epidemie, die den Menschen den Geschmackssinn raubt, um sich greift, lernen sich der Chefkoch Michael und die Wissenschaftlerin Susan kennen und lieben. Während Susan fieberhaft daran arbeitet, die neue Krankheit zu entschlüsseln, leidet Michaels Arbeit enorm unter der Tatsache, dass vielen der Geschmack abhanden gekommen ist. Als er schließlich selbst von der Seuche befallen wird, stellt dies seinen Job in Frage. Dann ereignen sich erneut seltsame Vorkommnisse. Bald wird klar: die Menschen verlieren nach und nach all ihre Sinne. Eine Tatsache, die nicht nur die Beziehung zwischen Michael und Susan in Frage stellt, sondern bald schon den Fortbestand der gesamten Menschheit ...

Schon mit seinen Werken "Young Adam" und vor allem "Hallam Foe - This Is My Story" machte der schottische Regisseur David Mackenzie auf sich aufmerksam. So zeigt auch "Perfect Sense" spannende Ansätze, über die sich vortrefflich diskutieren und philosophieren lassen. Filmisch allerdings ist das Ganze etwas fahrig und willkürlich geworden. Der uneinheitliche Stil (etwa der beliebige Einsatz subjektiver Erzählweise) nervt zwischenzeitlich mehr als er erquickt. Dennoch bleibt die beklemmende Geschichte dank des hervorragenden Spiels der Hauptdarsteller durchaus spannend.



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