Ein Leben ohne Plastik? Wohl kaum vorstellbar, denn wonach greift man im Supermarkt? Zur Plastiktüte natürlich, der Slogan "Jute statt Plastik" ist längst wieder in Vergessenheit geraten. Vielmehr leben wir in einem Plastikzeitalter, denn vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto - überall wird Plastik verwendet. Das Problem: Plastik zerfällt in der Umwelt entweder gar nicht oder nur sehr langsam und gelangt über Gewässer und die Tierwelt wieder in unsere Nahrungskette. So wird etwa der Plastikmüllteppich im Nordpazifikwirbel mitunter nur noch "Great Pacific Garbage Patch" genannt, da in diesem Wirbel eine Million Plastikteilchen pro Quadratkilometer enthalten sein sollen ...

Der österreichische Filmemacher Werner Boote, sein Großvater war in den Sechzigerjahren Geschäftsführer der Interplastik-Werke und somit einer der Wegbereiter des globalen Kunststoff-Siegeszugs, deckt in seinem Dokuemtarfilm, an dem er fast vier Jahre arbeitete, wahrlich erstaunliche wie erschreckende Fakten auf. In Gesprächen mit Plastikproduzenten, die natürlich in den höchsten Tönen von ihren Produkten schwärmen, mit Wissenschaftlern, die vor den Gefahren warnen, und Betroffenen, die von ihren Erlebnissen berichten, entstand so eine weltweite Bestandsaufnahme der Verseuchung unseres Planeten. Und wenn Familien in Europa, USA, Japan und Indien ihre Habseligkeiten aus Plastik vor der Tür ihrer Häuser stapeln, merkt selbst der dümmste Zuschauer, dass nahezu alle unsere Lebensbereiche vom Plastik bedroht sind.

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Foto: farbfilm (24 Bilder)