Amerika im Jahre 1906: Im "melting pot" New York brodeln die Konflikte einer Gesellschaft, die im Umbruch ist. Immigranten strömen in die Stadt, in den Vierteln pulsiert der Rhythmus des schwarzen Ragtime. Als der Farbige Coalhouse Walker jr. sein neues Automobil, einen Ford T, neben einer Feuerwehreinfahrt parkt, verschmutzt ein Feuerwehrmann das Fahrzeug mit Fäkalien. Das hat unvorhersehbare Folgen...

Filmemacher Milos Forman ("Einer flog über das Kuckucksnest", "Amadeus") schildert in seinem brillant bebilderten Werk stellvertretend für die unterschiedlichen Schichten New Yorks die Geschichte einiger Immigranten. So zum Beispiel die des Rheinlander Waldo alias James Cagney, der sich mit Howard E. Rollins Jr. als Coalhouse Walker jr. herumschlagen muss, dessen Beharren auf Gerechtigkeit und Genugtuung eine ungeahnte wie tragische Eigendynamik entwickelt. Das Ganze ist eine gelungene - seinerzeit jedoch verkannte - Hommage an eine total überdrehte Zeit.

Foto: Tobis