Das wohlhabende britische Ehepaar Katherine und Alexander Joyce reist nach Neapel, um das Haus am Fuß des Vesuvs, das Katherine geerbt hat, zu verkaufen. Auf ihrer Fahrt im Auto in den Süden sind der vielbeschäftigte Rechtsanwalt und Katherine seit langem wieder einmal allein mit sich und stellen fest, dass sie sich nicht mehr viel zu sagen haben. Alexander schlägt Katherine die Scheidung vor; sie ist einverstanden. In dem Moment taucht Tony, ein befreundeter Archäologe auf und erzählt von einem bedeutenden Fund in Pompeji. Er fordert die beiden auf, ihn dorthin zu begleiten. Widerstrebend willigen sie ein. Am Ausgrabungsort werden sie Zeuge, wie Arbeiter zwei eng beieinander liegende Gestalten freilegen. Ihre in Gips verewigte Umarmung berührt Katherine so stark, dass sie unversehens den Ort verlässt. Auf der Rückfahrt geraten sie in eine Prozession. Mit dem Ruf: "Ein Wunder, ein Wunder!" stürmen die Menschen vorwärts und reißen Katherine mit sich. Sie wendet sich verzweifelt nach ihrem Mann um, während Alexander versucht, zu ihr zu kommen. Als er sie endlich erreicht, fallen sie sich in die Arme; Alexander und Katherine merken, dass sie sich immer noch lieben.

Die zentrale Bedeutung, die Rossellinis "Rom, offene Stadt" für den italienischen Neorealismus hatte, sollte "Reise in Italien" für die Regisseure der französischen nouvelle vague gewinnen. "Mit dem Erscheinen von 'Reise in Italien' sind alle Filme plötzlich um 10 Jahre gealtert", schreibt Jacques Rivette in seinem berühmt gewordenen "Brief über Rossellini", der auch ein Manifest der nouvelle vague darstellt. Der Film kam in Deutschland unter dem Titel "Liebe ist stärker" ins Kino. Gegen diesen Verleihtitel legte Rossellini erfolglos Einspruch ein.