Bevor auf Jamaika die coolen Reggae-Grooves erklagen, gab es bereits ähnlich gelagerte Sounds: Rocksteady hieß der Vorläufer, der Reggae erst möglich machte. Ebenso wie in vielen anderen Gegenden dieser Welt, waren die 60er Jahre auch auf Jamaika eine musikalisch fruchtbare Ära, die auch die äußeren Umstände widerspiegelten. Denn auf das optimistische Wirtschaftswachstum folgte Ende der 60er eine Krise mit Armut, Arbeitslosigkeit und daraus resultierender Gewalt. Dies schlug sich in Musik und Songtexten nieder, produzierte Hits wie "By the Rivers of Babylon" oder "You Don't Love Me Anymore (No No No)". Die Komponistern und Gründer des Rocksteady kommen teilweise zu Wort und erinnern sich an ihre ruhmreiche Zeit.

Heute fast vergessen, erinnert der Schweizer Dokumentarfilmer Stascha Bader in dieser musikalischen Zeitreise an ein goldenes Zeitalter jamaikanischer Musik und versammelte nach 40 Jahren erstmals wieder Rocksteady-Legenden jener Zeit in Kingston. Sie erzählen ihre Geschichten – auch von Rocksteady-Mitbegründer Bob Marley - und hören sich Tonaufnahmen aus dem ursprünglichen Tuff-Gong-Studio an. Zusätzlich kramte man in Archiven und zeigt hier ungewöhnliche Bilder von ungewöhnlichen Künstlern und ihrer Zeit.



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