Rosetta ist 18 und lebt mit ihrer alkoholsüchtigen Mutter in einem heruntergekommenen Campingwagen. Davon hat Rosetta aber die Nase voll. sie will raus aus dem Dreck. Aber ihr Job in einer Imbiss-Bude ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Sie blüht zwar kurz auf, aber schon bald wird sie vom trüben Alltag eingeholt.

Das Bild des tristen Lebens einer 18-Jährigen, die sich im alltäglichen Überlebenskampf ständig behaupten muss. Man merkt deutlich, dass das Regie-Duo Luc und Jean-Pierre Dardenne eigentlich im Dokumentarfilm heimisch ist. Eine wackelnde Handkamera und Laiendarstellern tuen ihr übriges. Dennoch: die Intensität dieser Tristesse-Bilder erstaunt mitunter schon. Denn einige Szenen gehen wirklich unter die Haut. Auch die Jury der Filmfestspiele in Cannes war 1999 beeindruckt: die Brüder Dardenne erhielten die Goldene Palme für den besten Film und Hauptdarstellerin Emilie Dequenne wurde als beste Darstellerin ausgezeichnet