Wir erinnern uns: Das Dilemma von Scarlett O’Hara in "Vom Winde verweht" bestand darin, dass sie nicht erkannte, wen sie wirklich liebt. Rhett Butler nämlich. Sie war die ganze Zeit über hinter Ashley Wilkes her, jenem braven Biedermann, der statt Scarlett die super-sanfte Melanie heiratete. Schnitt.

In der Fortsetzung der berühmten Südstaaten-Story, 1994 von John Erman mir riesigem Medienrummel - und einer monatelangen "Scarlett"-Darstellerin-Suche - inszeniert, treffen sich Ashley und Scarlett an Melanies Grab wieder. Typisch, dass Scarlett bei einer solchen Angelegenheit ins Fettnäpfchen tritt. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Die feine Gesellschaft Atlantas ächtet sie so gründlich, dass sie bald nach Irland flieht. Dort sind die Wurzeln der O’Haras, und dort beginnt für Scarlett eine neue Existenz. Bis Rhett unweigerlich auftaucht. Das Ganze zieht sich über vier Folgen und war bei der Erstausstrahlung trotz prominenter Besetzung ein Flop.

Foto: Kinowelt