Die 17-jährige Sascha ist mit ihrer Mutter und ihren zwei Geschwistern aus Russland nach Deutschland gekommen und hat mit ihnen im trostlosen Hochhaus-Ghetto Scherbenpark eine Unterkunft gefunden. Das perspektivlose Dasein erfährt einen weiteren Tiefpunkt, als Stiefvater Vadim die Mutter erschießt. Sascha ergeht sich in Vorwürfen und will sich an Vadim rächen. Dass er verhaftet wird, reicht ihr nicht. Nachdem sie in der Zeitung einen Artikel über die Tat liest, der ihr absoult missfällt, stellt sie den verantwortlichen Redakteur zur Rede. Der ist von der jungen Frau und ihrer Geschichte derart angetan, dass er sie bei sich aufnimmt. Sascha entwickelt zu ihm starke Gefühle, ebenso jedoch zu seinem Sohn ...

Mit ihrem Debüt "Prinzessinnenbad" konnte Regisseurin Bettina Blümner zwar viele Preise, aber kein Publikum gewinnen. Auch mit ihrem Spielfilmdebüt wird ihr das nicht gelingen. Denn die ganze Geschichte ist nicht nur extrem unglaubwürdig, die Dauertristesse deutscher Plattenbauten finden in der Regel auch nur Menschen gut, die davon absolut keine Ahnung haben und nerviges Alltagstreiben für große Kunst halten. Offensichtlich will man sich am bitteren Schicksal der Unterschicht laben, frei nach dem Motto "Wie gut, das es mir nicht so geht". Andere hingegen wissen genau: das ist lediglich großer Mist.



Foto: Neue Visionen