Als Folge ihrer vielen Angstneurosen hat Elizabeth Kiehl einen starken Kontrollzwang entwickelt. Genau diese Ängste thematisiert sie permanent bei ihren Therapiesitzungen mit der Therapeutin Frau Drescher. Allerdings kommt auch jene Sache zur Sprache, die Elizabeth absolut keine Angst macht: Sex.

So geht sie etwa gerne mit ihrem Mann Georg ins Bordell. Das allerdings kommt ihrer Rolle als Mutter nicht unbedingt entgegen. Schon wieder überwiegen die Ängste, zumal sie auch immer noch an einem tragischen Unfall in der Vergangenheit arg zu knapsen hat ...

Ekliges, widerwärtiges Werk

Eigentlich wusste man bereits nach "Feuchtgebiete", dass man derlei Filme nicht wirklich braucht. Dennoch dachte man sich wohl, dass man mit Charlotte-Roche-Verfilmungen Geld machen kann. Doch was das einstige Wunderkind des Deutschen Films Sönke Wortmann ("Kleine Haie", "Das Wunder von Bern") dazu bewogen hat nun dieses Werk zu verfilmen, bleibt wohl sein Geheimnis. Denn das Ergebnis ist vor allem eines: ein ekliges, widerwärtiges Werk, das alles hat, was man nicht sehen will.

Interessant: Erfolgsproduzent Oliver Berben gibt hier sein unnötiges Debüt als Drehbuchautor. Lavinia Wilson in der Hauptrolle macht ihre Sache zwar gut, aber was heißt das schon angesichts des inhaltlichen Drecks.