Der in die Jahre gekommene Konrad Lang leidet an Demenz. Als seine Behausung abbrennt, wird deutlich, dass er sich selbst immer mehr in Gefahr bringt. So kehrt er schließlich an den Ort seiner Kindheit zurück und begibt sich zur Industriellen-Familie Senn, bei denen Konrad als Kind gelebt hat und im gleichaltrigen Thomas immer noch einen Freund zu haben glaubt. Familienoberhaupt Elvira Senn ist von Konrads Anwesenheit ganz und gar nicht begeistert, scheint sogar Angst zu haben. Tatsächlich erinnert sich Konrad mehr und mehr an Vorkommnisse aus Kindertagen und die werfen ein völlig neues Licht auf das Leben der einstigen Freunde ...

Nach dem Bestseller von Martin Suter inszenierte Regisseur und Drehbuchautor Bruno Chiche ein etwas zu lang geratenes Drama über komplexe Familienverhältnisse, Freundschaft, Verrat und Gedächtnisverlust. Das Ganze ist zum Glück gut gespielt, so dass man nicht alle Längen extrem wahrnimmt. Für Hauoptdarsteller Depardieu gab es am Set ein Wiedersehen mit Nathalie Baye, mit der er in seiner langen Karriere für Filmen wie "Die letzte Frau" (1975), "Die Wiederkehr des Martin Guerre" (1982) oder "Die Maschine" (1994) vor der Kamera stand.



Foto: Magali Bragard