Der junge Ingenieur Gérard, von seiner Firma beurlaubt und von seiner Frau verlassen, lernt die Erzieherin Valerie kennen. Bald schon zieht Valerie in die Wohnung ihres neuen Freundes und führt mit ihm und seinem kleinen Sohn ein Familienleben in völliger Abgeschiedenheit. Doch im Laufe der Zeit kommt es immer häufiger zu Konflikten. Valerie leidet unter Gérards Rücksichtslosigkeit, seinem männlichen Imponiergehabe und seiner Aggressivität, die auch im Schlafzimmer immer wieder zum Krach führt. Gérard spürt selbst, dass mit ihm etwas nicht stimmt ...

Marco Ferreri ("Das große Fressen") galt als Skandalregisseur, Poet, Komödiant, Provokateur der Filmszene und als kauziger Außenseiter des europäischen Kinos. Sein Film "Die letzte Frau" entstand 1975 mit Gérard Depardieu und Ornella Muti in den Hauptrollen. Das Drama ist eine ungeschminkte Fallstudie über die Grundbedingungen der menschlichen Existenz und über das desolate Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Das umstrittene Werk wurde wie alle Ferreri-Filme sowohl wütend attackiert als auch mit höchstem Lob überschüttet. Das Hauptdarstellergesapnn stand übrigens 1998 in "Der Graf von Monte Christo" erneut gemeinsam vor der Kamera.

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