Schauspielerin und Filmemacherin Sarah Polley begibt sich hier auf die Spuren ihrer eigenen Familie und interessiert sich dabei besonders für ihre Mutter, die - als Sarah elf Jahre alt war - an den Folgen einer Krebserkrankung starb. Dafür interviewt und verhört sie ihre Familienmitglieder, und erhält Antworten, die mal mehr, mal weniger zuverlässig, erfrischend aufrichtig und oft widersprüchlich sind. Während jeder Beteiligte seine Variante der Familiengeschichte, verwischen sich die Erinnerungen aus der Gegenwart mit nostalgisch getönten Blicken auf ihre Mutter, die zu früh verstarb und eine Reihe unbeantworteter Fragen hinterließ

In ihrem mal amüsanten, mal ernsten Dokumentarfilm zeigt Polley Widersprüche in der Geschichte der eigenen Familie auf. Dies gelingt ihr ohne Vereinfachungen, immer charmant, aber auch hin und wieder ein wenig chaotisch und absolut liebevoll. " So ist mit "Stories We Tell"ein sehr persönlicher Film darüber enstanden, wie Erzählungen uns und unsere Familie formen. Und scheinbar ganz nebenbei zeichnet Polley so ein tiefsinniges, amüsantes und treffendes Bild einer Geschichte des menschlichen Lebens im größeren Zusammenhang. "Stories We Tell" wurde auf zahlreichen Filmfestivals gefeiert und mehrfach ausgezeichnet.



Foto: Fugu