Vor zehn Jahre hat Cundo seine Heimat verlassen, um sein Glück in Argentinien zu suchen. Nun kehrt er in sein Bergbaudorf nach Asturien zurück, um seinem besten Freund Suso die letzte Ehre zu erweisen. Denn dieser ist nach einer Überdosis einfach nicht mehr aufgewacht. Lange will Cundo nicht bleiben, obwohl er sich auf seine alten Freunde und seine Eltern freut, die in ihm allerdings immer noch einen rastlosen Taugenichts sehen. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass er so schnell nicht wieder wegkommen wird, denn die alten Geschichten, die er einst zurückließ, fordern Aufklärung. Und da sind natürlich auch noch die Ex-Freundinnen, die das Leben von Cundo bald gehörig durcheinander wirbeln. Doch richtig kompliziert wird es, als Cundo entdeckt, dass Suso einen großen Traum hatte, den er nicht mehr verwirklichen konnte: einen sieben Meter hohen Turm zu bauen, um von dessen Spitze aus die Dinge einmal von oben zu betrachten. Bald hat Cundo nur noch eines im Sinn: den Traum des toten Freundes zu verwirklichen ...

Die Figurenkonstellation, die Regiedebütant Tom Fernández hier nach seinem eigenen Drehbuch aufbaut, ist durchaus interessant. Vier nicht mehr ganz junge Männer finden anlässlich der Beerdigung eines Freundes in der spanischen Provinz zusammen und lassen das gemeinsam Erlebte noch einmal Revue passieren. Ein schöner Kunstgriff von Fernández ist dabei, dass er diese Geschichte von dem Toten kommentieren lässt, der als Erzähler fungiert. So entstand ein sympathischer Spaß, der besonders von den liebevollen Figurenzeichnungen lebt, denn in dieser Komödie ist - einschließlich der Freunde - eigentlich niemand normal, jeder ist auf eine andere Arte und Weise verrückt. Schade nur, dass sich die Auseinandersetzungen und Reibereien, die recht unaufgeregt geführt werden, am Ende in Wohlgefallen auflösen und alles aufs vorhersehbare Happy End zusteuert.

Foto: Arsenal