Vor einem amerikanischen Militärgericht in Nürnberg stehen vier ehemalige Nazi-Juristen, die einst viele Menschen in den Tod geschickt haben. Drei von ihnen fühlen sich im Sinne der Anklage nicht schuldig, der Vierte, Dr. Ernst Janning, unter Hitler zeitweilig Justizminister, hüllt sich lange in Schweigen. Erst auf einem dramatischen Höhepunkt der Verhandlung bekennt er sich als Einziger zu seiner Schuld.

Hollywoods starbestückte Version des sogenannten Juristen-Prozesses in Nürnberg wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Denn der Film ist nicht nur perfekt inszeniert und gut gespielt, sondern beleuchtet auch historische Fakten wie etwa das sich ändernde politische Klima. Weil man die Deutschen plötzlich im Kampf gegen den russischen Kommunismus als Verbündete brauchte, drängten viele amerikanische Politiker auf milde Urteile und sogar auf Freisprüche. Maximilian Schell erhielt für seine packende Darstellung des Verteidigers den Oscar.

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