In ihrer Rolle als Domino Petachi im legendären, inoffiziellen Bond-Abenteuer mit Sean Connery verführte Kim Basinger nicht nur James Bond, sondern auch ein Millionenpublikum. Ihre Figur wirkte zunächst verletzlich, offenbarte jedoch im Verlauf des Films erstaunliche Entschlossenheit und Mut – und wurde schließlich zur Retterin.
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Abseits der Leinwand hat sich Basinger neu erfunden. In den 1990er-Jahren sprach sie öffentlich über ihre Angststörungen – ein Tabubruch zu jener Zeit. Heute engagiert sie sich leidenschaftlich für den Tierschutz, unterstützt Organisationen wie PETA und setzt sich für psychische Gesundheit ein.
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Als Elektra King gelang Sophie Marceau etwas Besonderes: Sie durchbrach das Bond-Girl-Klischee mit einer vielschichtigen Figur, die zwischen Opfer und Täterin wechselte. Ihr Charakter war psychologisch tief gezeichnet – eine Frau, die traumatisiert, manipulativ und zugleich verletzlich war.
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Längst steht sie nicht mehr nur vor der Kamera: Marceau ist heute auch als Regisseurin und Autorin erfolgreich. Sie verkörpert ein europäisches Kino, das sensibel, kreativ und eigenständig ist. Ihr Film „La Disparue de Deauville“ zeigt ihr Talent für atmosphärisches Erzählen. Abseits der Leinwand lebt sie zurückgezogen in Frankreich, meldet sich jedoch immer wieder öffentlich zu gesellschaftspolitischen Themen zu Wort.
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Als Anya Amasova, sowjetische Topagentin, begegnete sie Roger Moores Bond auf Augenhöhe – ein kluger Schachzug der Produzenten, denn Bach verkörperte eine neue Art von Bond-Girl: stark, analytisch und unabhängig. Ihre Performance war kraftvoll, ohne auf klassische Weiblichkeit zu verzichten.
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Nach ihrer Filmkarriere trat Barbara Bach medial weniger in Erscheinung. Bekannt ist sie vor allem für ihre langjährige Ehe mit Ex-Beatle Ringo Starr. Gemeinsam setzen sie sich für humanitäre Zwecke ein, etwa durch das Lotus Foundation Charity-Projekt.
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Der Moment, in dem Ursula Andress als erstes Bond-Girl Honey Ryder aus dem Meer steigt, ist längst ikonisch – nicht nur als Sinnbild für alle folgenden Bond-Girls, sondern auch als Auftakt einer neuen Ära weiblicher Filmfiguren. Ihre Rolle war weit mehr als ein Blickfang: Honey Ryder war eine Naturgewalt, die Bond nicht untergeordnet war, sondern ihn ergänzte.
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Ursula Andress’ Karriere reichte weit über James Bond hinaus. Sie spielte an der Seite von Marcello Mastroianni und Elvis Presley, war Muse von JeanPaul Belmondo und zierte zahllose Titelseiten. Auch mit über 80 Jahren bleibt sie präsent – sei es bei Kulturveranstaltungen in der Schweiz oder in Interviews, in denen sie offen über Ruhm, Schönheit und Vergänglichkeit spricht. Ihre Gelassenheit im Umgang mit der eigenen Legende macht sie bis heute faszinierend.
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Mit ihrer Rolle als Jinx brachte Halle Berry frischen Wind in das Bond-Universum. Ihre Figur war schlagkräftig, witzig und vollkommen autonom – keine Assistentin, sondern eine eigenständige Agentin mit eigener Mission. Die berühmte Strandszene in orangefarbenem Bikini war nicht nur eine Hommage an Ursula Andress, sondern auch ein Statement: Das Bond-Girl ist in der Gegenwart angekommen.
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Halle Berry hat sich längst als feste Größe im Filmgeschäft etabliert. Sie war die erste afroamerikanische Schauspielerin, die einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin gewann, und führt seither einen vielseitigen Karriereweg – ob als Schauspielerin in Dramen, als Actionheldin oder Produzentin eigener Projekte. Ihre Regiearbeit in „Bruised“ zeigt sie als kreative Gestalterin mit eigener Handschrift.
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Als Paris Carver brachte Teri Hatcher einen Hauch Tragik in die Welt von James Bond. Ihre Figur war keine Abenteurerin, sondern eine Frau mit Geschichte – eine frühere Liebe, deren Wiedersehen von Reue und ungesagten Worten geprägt war. In nur wenigen Szenen gelang es Hatcher, eine glaubwürdige Tiefe zu etablieren.
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Nach Bond feierte Hatcher große Erfolge in Serien wie „Desperate Housewives“. Sie entwickelte sich zu einer vielseitigen Schauspielerin, die nicht nur für Glanzrollen, sondern auch für selbstironische und nachdenkliche Parts bekannt ist. Mode-Events und Interviews nutzt sie heute, um über Rollenbilder, Selbstbild und gesellschaftliche Verantwortung zu sprechen – stets nahbar, aber nie beliebig.
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Vesper Lynd ist vielleicht die komplexeste Frauenfigur in der Bond-Geschichte. Ihre Intelligenz, ihr Misstrauen, ihre Verletzlichkeit – all das brachte Eva Green mit beeindruckender Präzision auf die Leinwand. In „Casino Royale“ war sie mehr als Bonds große Liebe: Sie war sein Spiegel, sein moralischer Prüfstein. Ihr tragischer Tod prägt seine Figur bis weit in spätere Filme.
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Eva Green ist für ihre markanten Rollen bekannt, oft geheimnisvoll, oft jenseits des Mainstreams. Sie meidet die klassische Star-Inszenierung, bleibt dabei aber stets sichtbar. Ihre Auftritte – etwa bei den Filmfestspielen von Venedig – zeugen von einem ästhetischen Feingefühl, das sich auch in der Auswahl ihrer Projekte widerspiegelt. Kunst ist für sie Ausdruck, nicht Pose.
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Pussy Galore war ein Meilenstein. Als selbstbewusste Fliegerstaffel-Leiterin mit Kampferfahrung stellte sie Bonds Weltbild auf den Kopf. Ihre Rolle war keine charmante Zugabe, sondern eine kraftvolle Figur, die dem Protagonisten Paroli bot – glaubhaft und souverän.
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Honor Blackman war auch jenseits der Kamera engagiert: auf Theaterbühnen, in TV-Produktionen, als politische Kommentatorin. Sie setzte sich für Gleichberechtigung ein und blieb bis ins hohe Alter aktiv. Ihr Tod im Jahr 2020 bedeutete das Ende einer Ära, doch ihr Einfluss auf das Kino ist spürbar geblieben. Ihr Tod im Jahr 2020 beendete ein außergewöhnliches Kapitel Filmgeschichte – geprägt von Präsenz, Haltung und klarem Stilbewusstsein.
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Natalia Simonova war ein Bond-Girl ohne Waffen, aber nicht ohne Stärke. Ihre Figur zeichnete sich durch moralisches Urteilsvermögen, technische Kompetenz und menschliche Wärme aus. In einer Welt voller Intrigen blieb sie integer – ein Kontrast zu den oft kühlen Agentenfiguren des Genres.
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Izabella Scorupco hatte schon vor Bond eine Karriere als Sängerin und Model aufgebaut. Heute arbeitet sie wieder vermehrt in Europa, mit einem Fokus auf Familienleben, kulturelle Projekte und soziale Themen. In Interviews wirkt sie bodenständig und reflektiert – eine Persönlichkeit, die sich selbst treu geblieben ist.
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Xenia Onatopp war exzentrisch, gefährlich und vollkommen überzeichnet – und gerade deshalb so faszinierend. Ihre körperliche Dominanz, ihr tödlicher Griff, ihr kontrollierter Wahnsinn machten sie zur Anti-Heldin der Bond-Reihe. Janssen spielte diese Rolle mit ironischer Wucht, die das Übertriebene glaubwürdig erscheinen ließ.
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Nach „GoldenEye“ baute Famke Janssen eine internationale Karriere auf – mit Rollen in der „X-Men“-Reihe, in Arthouse-Filmen und auf der Theaterbühne. Sie engagiert sich für Tierschutz, ist Botschafterin für Menschenrechte und bringt immer wieder gesellschaftliche Themen in ihre Interviews ein. Ihre Arbeit ist facettenreich – und ihr Auftreten zurückhaltend und stark zugleich.
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Als May Day war Grace Jones eine Wucht: Unkonventionell, laut, körperlich überlegen. Sie brachte eine Energie ins Bond-Universum, die weder vorher noch nachher in dieser Form existierte. Ihre Figur war unberechenbar und dabei stets faszinierend – ein Statement gegen die Konvention.
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Auch heute entzieht sich Grace Jones jeder Kategorisierung. Sie ist Musikerin, Performance-Künstlerin, Model und Aktivistin. Ihre Auftritte – ob bei Konzerten, Lesungen oder Filmfestivals – sind keine Routine, sondern Ausdruck künstlerischer Freiheit. Sie bleibt eine Ausnahmeerscheinung: kompromisslos, ungestüm und zutiefst individuell.
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