Eine zerstückelte Frauenleiche, ein dänischer U-Boot-Bauer und ein Netz aus Widersprüchen – der Name Peter Madsen fällt derzeit tagtäglich in allen Medien. Und bald auch im Kino: Am 9. November startet "Amateurs in Space", ein Dokumentarfilm über den Bastler, der momentan unter Verdacht steht, die Journalistin Kim Wall getötet zu haben.

Die aktuellen Geschehnisse spielen darin jedoch keine Rolle. Seinen Film stellte Dokumentarfilmer Max Kestner bereits 2016 fertig, als "von den jetzigen schrecklichen Ereignissen überhaupt nichts zu ahnen war", wie eine Sprecherin der für den Film zuständigen Presseagentur auf Nachfrage erklärte. Deshalb werde darauf im Film, der von Madsens Traum handelt, mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu fliegen, auch in keiner Weise Bezug genommen. Der Kinostarttermin stehe ebenfalls bereits seit Langem fest.

Wie Max Kestner wollte auch Kim Wall über Peter Madsen berichten und ließ sich von dem Erfinder am 10. August in seinem selbstgebauten U-Boot mitnehmen. Bald darauf galt die 30-Jährige als verschollen, bis die Polizei einen in Dänemark angespülten Frauentorso anhand eines DNA-Abgleichs als den der Verschwundenen identifizierte. Im Zuge der Untersuchungen änderte Madsen mehrfach seine Aussage. Zuletzt räumte er ein, die junge Frau im Meer beerdigt zu haben, sprach aber von einem Unfall, der sie das Leben kostete.


Quelle: teleschau – der Mediendienst