Hayden Panettiere: So offenbarte sie sich in ihrer Autobiografie – wenige Monate vor ihrem Tod
Der Tod von Hayden Panettiere erschüttert Hollywood. Die 36-Jährige starb am Sonntagabend, eine Todesursache der Schauspielerin und ehemaligen Verlobten von Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko ist nicht bekannt gemacht worden.
Obwohl über die Todesursache zu diesem Zeitpunkt nur spekuliert werden kann, rückte Panettieres Tod eine viel debattierte Frage erneut in den Mittelpunkt: Ab welchem Alter kann einer Person der Druck eines Lebens in der Öffentlichkeit zugemutet werden? Denn Panettieres Karriere begann als Kinderstar: Ihre professionelle Schauspielkarriere startete 1994 mit einer Rolle in der Soap "Liebe, Lüge, Leidenschaft" – da war sie gerade einmal fünf Jahre alt. Bereits mit elf Monaten drehte sie einen Werbespot für eine Spielzeug-Eisenbahn.
Das Verhältnis zur Mutter zerbrach an der Karriere
Wenige Monate vor ihrem Tod erschien mit "Das bin ich: Eine Abrechnung" die Autobiografie der Schauspielerin. Darin beschreibt sie den immensen Druck, den sie von jungen Jahren an ausgesetzt war – und wie die Beziehung zu ihrer Mutter, Lesley Vogel, daran zerbrach.
Vogel fungierte lange als Managerin ihrer Tochter – ein Arrangement, das die Grenze zwischen Familien- und Geschäftsleben so lange verwischte, bis es keine mehr gab. Sie habe sich wie "alles außer ihre Tochter" gefühlt, verriet Panettiere in einem Interview anlässlich der Buchveröffentlichung, die einen öffentlichen Streit mit der Mutter zur Folge hatte. Im gleichen Gespräch beklagte sie den zu frühen Verlust der "Unschuld ihrer Kindheit".
Die professionelle Beziehung zu ihrer Mutter beendete Panettiere Ende der Nullerjahre, als sie für die Serie "Heroes" vor der Kamera stand. Laut Panettiere reagierte Vogel auf den Wunsch ihrer Tochter, "nur ihre Mutter" zu sein mit den Worten: "Du stehst in meiner Schuld". In den Folgejahren brach der Kontakt zwischen den beiden vollständig ab.
Drogenmissbrauch und übergriffiges Verhalten in der Branche
Auch über ihre Depression und Substanzmissbrauch schreibt Panettiere in ihrer Biographie. Als sie 15 war, sei sie von ihrem Team mit Pillen versorgt worden, die sie für öffentliche Auftritte aufputschen sollten. "Als ich älter wurde, wurden Drogen und Alkohol zu etwas, ohne das ich fast nicht leben konnte", verriet sie dem US-Unterhaltungsmagazin "People".
In ihrem Buch offenbart sie, dass das Gegenteil der Fall war: Als sie sich 2020 auf Entzug begab, sagte ihr ein Arzt, "dass ich, wenn ich nicht mit dem Trinken aufhören würde, innerhalb von fünf Jahren tot sein würde". Der Verzicht auf Alkohol habe zu schlaflosen Nächten geführt. "Mein ganzer Körper zitterte", schreibt sie. "Ich konnte nicht schlafen. Mein Kopf pochte, als würde er gegen meinen Schädel drücken."
Auch das Familienglück konnte Panettieres Leiden nicht lindern. In die Arme von Wladimir Klitschko hatte die Schauspielerin laut ihrem Buch gefunden, weil der Ex-Boxweltmeister das Gegenteil von Hollywood verkörperte – die Beziehung habe auch eine Flucht vor dem übergriffigen Verhalten von Männern innerhalb der Film- und TV-Industrie bedeutet. Doch nach der Geburt der gemeinsamen Tochter im Jahr 2014 wurde die junge Mutter von einer postnatalen Depression heimgesucht, die ihre Alkoholsucht verschlimmerte.
Hayden Panettiere beschrieb Wladimir Klitschko als "wundervollen Vater"
2018 trennten sich Panettiere und Klitschko. In den ersten Jahren kümmerte sich die Mutter um die Tochter, später überschrieb sie Klitschko das Sorgerecht, weil sie sich durch Sucht, Depression und Traumata nicht in der Lage fühlte, sich weiter um sie zu kümmern. Klitschko beschreibt sie in dem Buch als "wundervollen Vater". Das Verhältnis zu ihrer Tochter sei gut – sie würden sich regelmäßig sehen.
Besonders tragisch ist, dass Panettiere in ihrer Autobiografie betont, endlich mit sich im Reinen zu sein: "Radikale Akzeptanz hat mich gelehrt, mit meinen Erfolgen und Tragödien Hand in Hand zu gehen, denn sie haben mich zu der Person gemacht, die ich bin", schreibt sie. Und weiter: "Heute liebe ich diese Person wirklich. Wenn es etwas gibt, das ich mit diesem Buch geben will, dann meine Hoffnung, dass ihr das auch tut."
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH