Von "Speed" bis zum Oscar: Sandra Bullocks erstaunlicher Hollywood-Weg
Mit "Speed" gelang Sandra Bullock Mitte der 1990er-Jahre der große Durchbruch: Als leicht tollpatschige, aber äußerst sympathische Annie übernimmt sie erst das Lenkrad eines Busses, in dem ein Terrorist eine Bombe versteckt hat, und erobert danach auch das Herz von Jack Traven (Keanu Reeves). Nach dem Action-Kracher standen Bullock zahlreiche Türen offen – sie übernahm Hauptrollen in Action-Komödien ("Miss Undercover"), Romanzen ("Ein Chef zum Verlieben") und packenden Thrillern ("Die Akte").
"Zauberhafte Schwestern" (1998), in dem sie an der Seite von Nicole Kidman eine Hexe spielte, zählte nicht zu ihren größten Erfolgen, die Mischung aus Geister-, Liebes- und Familiengeschichte floppte trotz Starpower an der Kinokasse, erspielte sich über die Jahre jedoch Kultstatus. Nun läuft mit "Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern" eine Fortsetzung im Kino.
Sandra Bullock vor "Speed": So kämpfte sie sich trotz Flops nach oben
Der Durchbruch mit "Speed" hatte aber auch einen Vorlauf. Bevor Bullock mit Reeves den Terroristen Dennis Hopper in die Schranken wies, kämpfte sie sich als Kung-Fu beherrschende Polizistin mit Sylvester Stallone in der Comic-Verfilmung "Demolition Man" (1993) durch ein futuristisches Amerika. Im selben Jahr war sie in Peter Bogdanovichs sympathisch altmodischer Musikkomödie "The Thing Called Love – Die Entscheidung fürs Leben" und zu sehen sowie in "Spurlos", einem Thriller von George Sluizer mit Jeff Bridges und Kiefer Sutherland in den Hauptrollen.
Dass sie selbst eine Hauptrolle tragen kann, hatte Bullock ein Jahr zuvor mit "Love Potion No. 9 – Der Duft der Liebe" bewiesen, einer heute weitgehend vergessenen Romanze, bei deren Dreh sie immerhin ihren Lebensabschnittsgefährten Tate Donovan kennen und lieben lernte. Zuvor hatte sie in der Serie "Working Girl – Die Waffen der Frauen" die Hauptdarsteller-Riege angeführt. Zwar floppte auch dieses Projekt, aufzuhalten war Bullocks Aufstieg aber nicht mehr. Erst Recht nicht, als sie bald in jenen Bus stieg, der sie schnurgerade, mit Tempo 50 in die Zuschauerherzen beförderte.
Auch als Charakterdarstellerin konnte sich Bullock später profilieren: Für ihre Hauptrolle im Drama "Blind Side – Die große Chance" (2009), erhielt sie ihren bislang einzigen Oscar. Den zweiten bekam sie beinahe für das Sci-Fi-Drama "Gravity" (2013), wo sie sich als Astronautin, die nach einem folgenschweren Unfall hilf- und ziellos im Weltraum treibt, eine Nominierung erspielte.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH