Filmtipps für die Nacht des Grauens

Horrorfilme an Halloween: Gruseln im Kino mit “Other Mommy“, “Clayface“ und “Resident Evil“

29.10.2026, 11.58 Uhr
Jessica Chastain in einer furchteinflößenden Doppelrolle, ein Comic-Schurke in einem Body-Horror-Film oder auch der neue “Resident Evil“ von “Weapons“-Regisseur Zach Cregger: Im Kino ist am 31. Oktober für Horrorfans viel geboten.
Filmszene aus "Resident Evil"
"Resident Evil" läuft aktuell in den deutschen Kinos.  Fotoquelle: picture alliance / Visually | Landmark Media

Mit den Kindern für “Süßes oder Saures“ durch die Nachbarschaft ziehen, auf eine Kostüm- und Tanz-Party gehen oder einen Horrorfilmabend mit Freunden veranstalten: Wer Halloween ausgiebig feiern will, hat so einige Möglichkeiten – eine weitere: den Abend des 31. Oktober einfach im Kino verbringen. Nirgendwo sonst lässt es sich so intensiv gruseln wie in einem dunklen Saal und mit einer gewaltigen Leinwand vor der Nase. Hier kommen unsere Tipps.

Wo ist die Mama? “Other Mommy“ mit Jessica Chastain

Kinder bringen in der Regel keinen anderen Menschen so viel Vertrauen entgegen wie den eigenen Eltern. Im neuen Horrorfilm “Other Mommy“ wird dieses Urvertrauen jedoch zutiefst erschüttert, als die kleine Bela (Arabella Olivia Clark) feststellen muss, dass sich ihre Mama (Jessica Chastain) plötzlich unheimlich und bedrohlich verhält. Der Trailer verspricht einen regelrechten Albtraum, in dem Bela, Papa Daddo (Jay Duplass) und das Publikum der ständigen Ungewissheit ausgesetzt sind, wann es sich um die echte Mama handelt und wann um eine Manifestation dieser bösartigen Kreatur. Jessica Chastains (u.a. “Interstellar“ und “Es Kapitel 2“) Darbietung löst schon im Trailer Beklemmung und Anspannung aus.

“Other Mommy“ basiert auf dem Bestseller-Roman “Incidents Around the House“ des Schriftstellers Josh Malerman, der bereits die Buchvorlage für den Netflix-Horrorthriller “Bird Box – Schließe deine Augen“ (2018) geliefert hatte. Regie führte der aufstrebende britische Filmemacher Rob Savage (Jahrgang 1992), der sich mit “Host – Something Dark Has Joined the Meeting“ (2020) sowie “The Boogeyman“ (2023) einen Namen machen konnte. Als Produzent fungierte James Wan (u.a. “Saw“ und die “The Conjuring“-Reihe), einer der einflussreichsten Regisseure und Produzenten des modernen Horrorkinos.

“Clayface“: DC-Comic-Verfilmung als Body-Horror

Kurz vor der unheimlichsten Nacht des Jahres gibt es in den deutschen Kinos mit “Clayface“ außerdem den ersten eigenständigen Horrorfilm des neuen DC-Universums zu sehen. Im Mittelpunkt steht Matt Hagen, ein talentierter Schauspieler, dessen Gesicht bei einem brutalen Angriff entsetzlich entstellt wird. Hagen wendet sich daraufhin an eine Wissenschaftlerin, die mittels eines neuen Verfahrens sein Gesicht wiederherstellt – aber mit dramatischen Nebenwirkungen.

Sein Körper ist zu einer formbaren, tonartigen Masse geworden, mit der er die Gestalt anderer Menschen annehmen kann. Dadurch kann er andere täuschen oder deren Identität übernehmen und wird zum Superschurken. Die Geschichte des Films orientiert sich primär an der Version von Matt Hagen aus der ikonischen Zeichentrickserie “Batman: The Animated Series“ (1992).

Sowohl “Other Mommy“ als auch “Clayface“ (zu Deutsch: Lehmgesicht) spielen also mit der Angst davor, dass ein vertrauter oder sogar geliebter Mensch plötzlich jemand oder etwas anderes sein könnte. “Clayface“ beschäftigt sich zudem mit den Themen Identität, äußerer Schönheit und dem Verlust der eigenen Menschlichkeit. Regie führte James Watkins (u.a. “Die Frau in Schwarz“ und “Speak No Evil“). Das Drehbuch stammt unter anderem von Mike Flanagan, der unter Horrorfans für die Serien “Spuk in Hill House“ oder zuletzt auch “Carrie“ geschätzt wird, einer Neuinterpretation des gleichnamigen Stephen-King-Romans für Prime Video.

Wiedergeburt einer Kult-Reihe: “Resident Evil“ von Zach Cregger

Ein tödlicher Virus, geheime Experimente und der skrupellose Pharmakonzern Umbrella Corporation, der für den Ausbruch einer Zombie-Epidemie verantwortlich ist: das ist der grobe Kern von “Resident Evil“. Alles begann mit dem Start der Kult-Videospiel-Reihe im Jahr 1996. Von 2002 bis 2016 erschienen zudem sechs zusammenhängende Filme mit Milla Jovovich. 2021 folgte dann der Neustart mit “Resident Evil: Welcome to Raccoon City“, der bei den Fans eher mäßig ankam und bei den Kritikern sogar weitestgehend durchfiel.

Die Wende brachte jüngst Zach Cregger, der als Regisseur und Drehbuchautor der Horrorfilme “Barbarian“ (2022) und “Weapons – Die Stunde des Verschwindens“ (2025) für Aufsehen gesorgt hatte. In “Resident Evil“ (2026), der schon seit September auf der großen Leinwand genossen werden kann, erzählt Cregger eine eigenständige Geschichte abseits der Handlung rund um Alice, Leon und Claire.

Konkret geht es um Bryan (Austin Abrams), einen medizinischen Kurier, der ein Paket ausliefern soll. Scheinbar ein gewöhnlicher Auftrag, doch entwickelt er sich für Bryan zu einem beklemmenden Höllentrip, der sowohl bei Filmjournalisten als auch bei vielen Fans außergewöhnlich gut ankommt. Cregger verdichtet den Horror auf eine einzige Nacht, in der Bryan immer tiefer in einen albtraumhaften Überlebenskampf gerät und in Raccoon City Chaos ausbricht.

Gruselklassiker und Lieblingshorrorfilme zurück auf der großen Leinwand

Wen die drei vorgestellten Filme nicht ansprechen oder wer sie schon allesamt gesehen hat, muss trotzdem nicht auf einen Halloween-Abend im Kino verzichten. Deutschlandweit führen die nämlich auch zahllose Horrorklassiker wieder auf. Um ein paar Beispiele zu nennen: “Halloween – Die Nacht des Grauens“ (1978), “Freitag der 13.“ (1980) oder auch “A Nightmare on Elm Street“ (1984).

Gezeigt werden auch viele moderne Horrorfilme, darunter “Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013), “Es“ (2017) oder die dreiteilige “Terrifier“-Reihe (2016 bis 2024). Wer gerne noch Filme nachholen würde, die in den letzten Monaten erschienen sind, hat unter anderem die Wahl zwischen “Insidious: Out of the Further“ oder auch den Megahits “Backrooms“ und “Obsession“. Es lohnt sich also, dem Lieblingskino einen Besuch abzustatten.

Das könnte dich auch interessieren