Kritik an Kinder-Influencern

"Das sollte verboten werden": Amira Aly über Kinder-Content auf Social Media

29.10.2026, 10.19 Uhr
In ihrem Podcast erhebt Amira Aly schwere Vorwürfe gegen Eltern, die ihre Kinder als Influencer vermarkten. Sie sieht darin Profitgier und fordert ein Verbot solcher Praktiken.
Amira Aly
Amira Aly hat in ihrem Podcast "Amira +1" das Konzept von Kinderinfluencern auf Social-Media kritisiert.   Fotoquelle: 2025 Getty Images/Sebastian Reuter

In der neuen Folge ihres Podcasts "Amira +1" hat Amira Aly mit der Social-Media-Expertin Vivian Pein über Hasskommentare und Anfeindungen im Internet gesprochen. Wie viel Kritik einem als öffentliche Person entgegenschlagen kann, weiß Aly aus eigener Erfahrung – umso weniger Verständnis hat die dreifache Mutter für Kinder-Influencer, die von ihren Eltern im Netz präsentiert werden. Im Gespräch mit Pein übt die 33-Jährige deutliche Kritik.

Ihre eigenen Kinder hält Amira Aly, die am Dienstag die Geburt ihrer Tochter verkündete, strikt aus der Öffentlichkeit heraus. Weder die Gesichter noch die Namen ihrer drei Kinder sind öffentlich bekannt. Dass es Eltern gibt, die ihre Kinder bewusst als Influencer vermarkten, kann die 33-Jährige nicht nachvollziehen: "Wozu? Verdammt noch mal, da steigt in mir die Wut auf!", poltert sie im Podcast.

Auch wenn der Account in den meisten Fällen von den Eltern geleitet werde, ist sich Aly sicher: "Die Kleine sieht doch, was da geschrieben wird!" Sie vermutet hinter dem Konzept vor allem ein Motiv: "Da könnt ihr mir alle erzählen, was ihr wollt, diese Eltern sind einfach nur auf Profit aus!"

"Das ist fahrlässig, das sollte verboten werden!"

Laut Aly gebe es "keinen anderen Grund, ein 14-jähriges Mädchen auf Social Media zu irgendwelchen Liedern tanzen oder irgendwelche Videos posten zu lassen. Es gibt keinen Mehrwert, außer aus finanzieller Sicht." Die Moderatorin geht noch einen Schritt weiter und fordert: "Das ist fahrlässig, das sollte verboten werden!"

Ihrer Ansicht nach könnten Kinder in jungen Jahren die Reichweite und die "Größenordnung" von Social-Media noch gar nicht richtig einordnen. Genauso wie den Verlust der Privatsphäre: "In diesem Moment gibst du dein Gesicht ab, deine Identität auch irgendwo, und ein Kind kann das gar nicht greifen." Aly fasst zusammen: "Es sollte einfach verboten werden."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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