Im Podcast mit Lola Weippert

Vanessa Mai über Ausgrenzung im Schlagergeschäft: "Wir nehmen uns was weg"

28.07.2026, 11.07 Uhr
Vanessa Mai berichtet von verletzendem Verhalten im Berufsalltag. Auch Lola Weippert schildert im Podcast eine ähnliche Erfahrung mit einer Kollegin.
Vanessa Mai steht auf der Bühne.
Vanessa Mai gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Schlagerstars.  Fotoquelle: picture alliance / Geisler-Fotopress | Agentur Wehnert/M. Gränzdörfer

Vanessa Mai hat in der Folge ihres Podcasts "Schön Laut" vom 21. Juli über negative Erfahrungen im Schlagergeschäft gesprochen. Die Sängerin gab an, mehrfach Ausgrenzung und verletzendes Verhalten durch Kollegen erlebt zu haben: Vor allem ältere Künstler würden ihr das Gefühl geben, unerwünscht zu sein.

Als Beispiel nannte Mai Situationen, in denen Personen bei gemeinsamen Terminen einen Raum betreten und ihr bewusst keine Beachtung schenken würden. "Jemand kommt in den Raum rein und gibt dir schon dieses Im-Rücken-Zudrehen oder dieses Nichtbeachten oder Nicht-mit-dir-Reden, obwohl die Person dich ganz klar auf jeden Fall wahrnimmt." Solche Gesten hätten sie stark getroffen: "Ich bin dann auch jemand, ich könnte direkt ins Klo heulen."

Vanessa Mai über Konkurrenzdenken im Schlagergeschäft

Mai unterschied im Podcast zwischen den Generationen in der Branche. Ältere Kollegen seien nach ihrer Beobachtung stärker von Konkurrenzdenken geprägt. Mai erklärte, sie nehme in Teilen der Branche ein Denken nach dem Motto "Es kann nur eine geben" oder "Wir nehmen uns was weg" wahr. Bei jüngeren Musikern sei das allerdings anders – hier nehme sie mehr Unterstützung wahr: "Die sind supportive".

Im Gespräch mit Moderatorin Lola Weippert ging es auch um abwertende Sprüche im beruflichen Kontext. Weippert schilderte eine Situation, in der eine Kollegin sie als "so bescheuert" bezeichnet habe. Sie selbst reagierte auf den Angriff verständnislos und nannte das Verhalten "egoistisch".

Vergangene Erlebnisse beeinflussen Vanessa Mai bis heute

Bereits in ihrer 2022 veröffentlichten Biografie "I Do It Mai Way" schrieb Mai über problematische Situationen mit Branchenkollegen. Darin bezeichnete sie die Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen bei "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2016 als für sie belastende Erfahrung.

Sie beschrieb, dass Bohlens Auftreten auf sie zeitweise einschüchternd gewirkt habe und schrieb über einen Moment am Set: "Als mich wieder irgendeine von Dieters Spitzen traf, schloss ich mich im Klo ein und heulte."

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