"Die Bergretter" Staffel 18: Hier wird die Kultserie gedreht
Wenn Markus Kofler und sein Team zum Einsatz ausrücken, ist es nicht nur die packende Handlung, die viele Zuschauer fesselt: Imposante Gipfel, tiefe Schluchten, glitzernde Bergseen und urige Bauernhöfe ziehen sie nicht minder in den Bann. Die ZDF-Serie "Die Bergretter" verdankt ihre Glaubwürdigkeit nicht zuletzt dieser Gebirgsregion, die mit ihrem malerischen Charme den perfekten Rahmen für dramatische Rettungsaktionen und private Anekdoten darstellt. Schön, dass man viele der Schauplätze auch in der realen Welt besuchen kann.
Die 18. Staffel startet am 29. Oktober 2026 um 20.15 Uhr im ZDF, in der Mediathek steht die erste Folge schon ab dem 22. Oktober bereit. Gedreht wurde erneut in der Steiermark, vor allem in Ramsau am Dachstein und in der Region Schladming-Dachstein. Für die Winterszenen zog das Team zunächst nach Tirol, zum Kaunertaler Gletscher. Als Einzelschauplatz innerhalb der neuen Staffel nennt eine private Drehortchronik außerdem die Schnepf'n Alm auf der Reiteralm (siebte Folge), und auch das Hotel Lindenhof in Ramsau taucht dort auf.
Eine vollständige, öffentlich zugängliche Liste aller Motive jeder Folge gibt es jedoch nicht. Daher gilt für diesen Artikel: Als Drehorte der 18. Staffel sind lediglich Ramsau, die Region Schladming-Dachstein und der Kaunertaler Gletscher belegt. Alle übrigen Orte sind seit Jahren beliebte Schauplätze im Serienuniversum. Ob sie in den neuen Folgen wieder zu sehen sind, ist zwar sehr wahrscheinlich, aber nicht offiziell bestätigt. Für diejenigen, die sich auf die Reise in Richtung Dachstein begeben möchten, spielt das kaum eine Rolle. Unabhängig von den neuen Folgen finden sich hier jede Menge vertraute Kulissen.
Direkt zu den Drehorten:
Ramsau am Dachstein: Hauptdrehort und Pilgerziel für "Bergretter"-Fans
Wer der Serienhandlung so nah wie möglich kommen möchte, fährt nach Ramsau am Dachstein in der Steiermark. Das Dorf liegt auf einem Hochplateau am Fuß des Dachsteinmassivs und je nach Lage zwischen etwa 1.100 und 1.700 Metern Seehöhe. Weite Wiesen, alte Bauernhöfe und die mächtigen Südwände des Dachsteins prägen das Bild. Hier finden sich die bekanntesten Kulissen der Serie, darunter die Bergretter-Zentrale und Emilies Hof. Zwischen den Gebäuden öffnet sich immer wieder der Blick auf jene faszinierende Bergwelt, die im Fernsehen oft so etwas wie die "heimliche Hauptrolle" spielt.
Die Bergretter-Zentrale: Ein Pflichtstopp für Fans
Die kleine Zentrale im Ortskern erkennen langjährige Zuschauer selbstverständlich auf den ersten Blick. Das Haus mit der dunklen Holzfassade steht gleich unterhalb der evangelischen Kirche, in direkter Nachbarschaft des Aktivhotels Pehab, und ist in der Serie der Ausgangspunkt unzähliger Einsätze. Von hier aus lässt sich gut ein Rundgang zu weiteren Schauplätzen starten.
Mit der echten Bergrettung Ramsau hat das Gebäude nichts zu tun, diese hat ihren Sitz an anderer Stelle. Von innen kann man sich die Fernseh-"Zentrale" im Rahmen einer geführten Wanderung anschauen - als Fotomotiv taugt die Fassade ohnehin.
Oberhalb der Zentrale ist die evangelische Pfarrkirche Ramsau am Dachstein beheimatet, ein bekannter Orientierungspunkt mit langer Geschichte. Die Gemeinde hat ihre evangelische Tradition über Jahrhunderte trotz religiöser Konflikte bewahrt. Wer mehr darüber wissen möchte, hängt einen Besuch im Museum Zeitroas an.
Emilies Hof: Der historische Pernerhof
Für viele Fans ist Emilies Zuhause der emotional dichteste Ort der Serie. Der echte Name des Bauernhofs lautet Pernerhof. Er gehört seit Generationen der Familie Perner und ist nach Angaben der Betreiber mehr als 400 Jahre alt. Seine traditionelle Bauweise und der freie Blick auf die Berge zeichnen den Hof zweifelsohne als ideale Filmkulisse aus.
In der Serie ist der Hof mit Emilie Hofer verbunden, deren Familienleben seit den ersten Folgen eine wichtige Handlungslinie bildet. Während die Zentrale für Einsätze und Entscheidungen unter Zeitdruck steht, verkörpert der Hof den privaten Alltag der Figuren, mit Verpflichtungen, Beziehungen und Konflikten.
Ein Blick hinter die Kulissen: Auf dem Gelände der Pernerhofes steht auch das aus früheren Staffeln bekannte Haus, das als gemeinsames Zuhause von Markus Kofler und Katharina Strasser diente. Die Innenaufnahmen entstehen laut Drehortchronik jedoch in einem rückwärtigen Teil des alten Hofgebäudes. Die vertraute Serienwohnung ist also gut inszeniert und nicht etwa ein einziger, realer Raum.
Fan-Tipp: die kostenlose Bergretter-Wanderung
Die geführte Tour "Auf den Spuren der Bergretter" umfasst einen Besuch des malerischen Hofes. Sie wird von Mai bis Ende Oktober jeden Freitag um 10 Uhr angeboten, Treffpunkt ist die Bergretter-Zentrale. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich, und stattfinden soll die Wanderung bei jedem Wetter; sich pünktlich am Ausgangspunkt einzufinden, genügt. Nach rund 30 Minuten Fußweg erreicht die Gruppe den Pernerhof und darf bei dieser Gelegenheit einen Blick ins historische Wohnhaus werfen. Mit Besichtigung von Zentrale, Hof und vielen Insider-Erzählungen rund um die Serie dauert die Tour etwa zweieinhalb Stunden. Die Termine bestätigt das Infobüro Ramsau, am besten kurz vor der Anreise dort nachfragen.
Insider-Tipp für alle ohne Freitagstermin
Die Strecke lässt sich auch problemlos auf eigene Faust meistern. Der Rundweg ab Bergretter-Zentrale ist etwa 4,6 Kilometer lang, man braucht knapp zwei Stunden. Er führt über die Kirchengasse und die Friedhofstraße zum Abzweig bei Knoll, dort links Richtung Pernerhof halten. Dabei bitte bedenken: Der Hof ist privat und bewohnt, die Zufahrt eingeschränkt, ein paar Besucherparkplätze sind an der Einfahrt gelegen. Auch wenn man in den Appartements direkt nebenan übernachtet, erhält man dadurch keinen Zutritt zu den Filmräumen.
Hotel Lindenhof: Urlaub beim Serienhotel
Das Hotel Lindenhof in Ramsau vermarktet der regionale Tourismusverband als die Kulisse des Serienhotels "Petershof"; in der privaten Drehortchronik taucht alternativ die Schreibweise "Peterhof" auf. Wer mehr erleben will, als nur vorbeizuschauen, kann hier Fernsehgeschichte und Erholungsurlaub unter einem Dach kombinieren. Attraktive Wander- und Radwege liegen vor der Tür, Schladming und die Dachstein-Seilbahn sind schnell erreicht.
Weitere bekannte Schauplätze in Ramsau-Kulm
Rund um den Ortsteil Kulm befinden sich weitere Serienmotive: die katholische Kirche St. Rupert, das "Bräu am Kulm" (in der Drehortchronik das Café, bzw. der Pub von Markus Kofler) und die Außenkulisse der Polizeistation. Einstellungen in deren Innenräumen werden an einem anderen Ort gedreht. Für einen längeren Fan-Spaziergang taugen diese Stationen als willkommene Ergänzung. Auch hier gilt: Private Grundstücke und Betriebsgebäude sind meist nicht öffentlich zugänglich.
"Bergretter-Welt" und Fan-Events: Tipps für Ramsau
Die ganzjährig geöffnete "Bergretter-Welt" in Ramsau bietet zahlreiche Fotomotive samt Serienfiguren und einen Helikopter-Fotospot. Von dort aus sind die Zentrale und Emilies Hof fußläufig erreichbar.
Wer die Darsteller live treffen möchte, hat hierfür bei offiziellen Fanterminen die besten Chancen. Die "Original-Bergretter-Fanwanderung" fand im September 2026 bereits zum 14. Mal statt: Rund 400 Fans wanderten zum Pernerhof, bekamen Einblicke in die Arbeit der echten Bergrettung und der ÖAMTC-Flugrettung. Eine Autogrammstunde gab es obendrein. Im Frühsommer folgt der Bergretter-Fantag, 2026 war es die fünfte Ausgabe. Dreharbeiten dagegen werden nicht als Besuchsprogramm angekündigt; zufällige Begegnungen am Set sind reine Glückssache.
Dachstein: Gipfelkulisse mit Gänsehautgarantie
Die Felswände des Dachsteinmassivs verleihen vielen Szenen eine spürbare "alpine Wucht", für Generationen von Urlaubern stellt das Gebirge daher unbestritten ein Ausflugsziel für sich dar.
Die Dachstein-Seilbahn erschließt Touristen die hochalpine Erlebniswelt. Zu den Attraktionen zählen der Sky-Walk, eine Hängebrücke mit der "Treppe ins Nichts" und der Eispalast. Der Sky Walk liegt auf rund 2.700 Metern und führt an die steil abfallende Felswand des Hunerkogels; von der Bergstation reicht der Blick weit über die umliegenden Gebirgsketten. Mehrere dieser Motive sind aufmerksamen Zuschauern aus früheren Folgen wohlbekannt. Unten auf dem Ramsauer Plateau prägen Wiesen und Höfe das Landschaftsbild, oben beginnt die raue Fels- und Gletscherwelt. Beides lässt sich an einem einzigen Tag erleben.
Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, entdeckt rund um die Dachstein-Südwandhütte sowie die Neustattalm weitere Serienmotive. Die Südwandhütte war etwa in "Brautflucht" und "Eishochzeit" zu sehen. Die Neustattalm mit ihrer Pernerhütte ist manchen noch aus älteren Episoden in Erinnerung. Die große Südwandhütten-Runde ab Ramsau ist mit rund 19,5 Kilometern und etwa 800 Höhenmetern eine durchaus anspruchsvolle Tagestour. Nicht jeder Schauplatz einer Rettungsszene eignet sich für ungeübte Wanderer als Ausflugsziel. Es ist insofern ratsam, zwischen leichten Aussichtspunkten und alpinen Touren zu unterscheiden.
Silberkarklamm bei Ramsau: Wasser, Fels und Drehort-Flair
Wer neben Filmkulissen ein besonderes Naturerlebnis sucht, wandert durch die Silberkarklamm bei Ramsau-Rössing. Die Schlucht gilt als typische Filmkulisse der Serie. Die Route folgt dem Silberkarbach, vorbei an steilen Felswänden, spritzender Gischt und alpiner Vegetation. Für die Durchquerung der Klamm wird eine Weggebühr erhoben.
Etwas höher, auf rund 1.223 Metern befindet sich die Silberkarhütte, in der man (sofern geöffnet) inklusive Bergblick einkehren kann. In der Umgebung liegen außerdem die Klettersteige Hias, Rosina und Siega. Sie sind deutlich fordernder als die Klammwanderung und empfehlen sich somit nicht als spontane Verlängerung eines gemütlichen Spaziergangs.
Kaunertal: Wo die Bergretter im Gletscherwinter ausrücken
Für die winterlichen Außen- und Rettungsszenen der 18. Staffel wurde im Tiroler Kaunertal gedreht. Die Produktion begann mit zwei Winterfolgen, die überwiegend am Kaunertaler Gletscher entstanden. Danach ging es zurück nach Ramsau am Dachstein. Der Ortswechsel zeigt, wie der Schnitt einer fertigen Folge Entfernungen verschwinden lässt: Was in der Handlung wie ein zusammenhängendes Einsatzgebiet wirkt, verteilt sich in Wahrheit auf verschiedene Regionen Österreichs. Das Kaunertal verdient gewiss einen Platz als eigenes Reiseziel statt nur den eines Abstechers.
Die Kaunertaler Gletscherstraße: Eine Panoramafahrt durch Tirol
Die mautpflichtige Gletscherstraße führt von Feichten durch das hintere Kaunertal bis an den Gletscherrand. Auf 26 Kilometern überwindet sie rund 1.500 Höhenmeter mittels 29 Kehren. Unterwegs liefern 29 Stationen Hintergründe zu Natur und Kulturlandschaft. Mit jedem Höhenmeter verändert sich das Bild, bis sich das Tal zur Hochgebirgswelt weitet. Wer die Winterbilder der Serie im Kopf hat, versteht schnell, warum sich die Region für dramatische Rettungsszenen anbietet. Falls jemand noch höher hinaus möchte: Die Karlesjochbahn fährt ab Gletscherrand hoch bis auf über 3.000 Meter zum Dreiländerblick.
Gepatsch-Stausee: Wasser zwischen den Bergen
Der Gepatsch-Stausee (auch Gepatschspeicher) ist ein markantes Landschaftselement des hinteren Kauntertals und laut Drehortchronik ein wiederkehrender Schauplatz bisheriger Staffeln. Er liegt direkt an der Gletscherstraße und lässt sich gut mit einer Fahrt auf derselben verbinden. Wer sich für die technische Seite der Kulisse interessiert, dem sei ein Infostopp zum Thema "Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft" angeraten.
Gepatschhaus und Kapelle "Maria im Schnee"
Das Gepatschhaus liegt im hinteren Kaunertal zwischen Moränen, hohen Gipfeln und Gletschern und ist ebenfalls als Drehort dokumentiert. In einer früheren Folge stellte es einen fiktiven Hof dar. Gleich daneben steht die Kapelle "Maria im Schnee", die in Staffel 16 als Kulisse diente. Für alle, die gerne Originalorte mit Filmszenen vergleichen, mit Sicherheit ein dankbarer Abstecher.
Weitere Drehorte im Kaunertal
Zur langjährigen Drehortgeschichte gehören außerdem der Weißsee unterhalb der Weißseespitze, die kleinen Seeles-Seen, der Rifflbachfall, die Obere Birgalm und der Ort Feichten. Die Obere Birgalm dient dabei mehrfach als Schutzhütte, das Gemeindehaus in Feichten als Schauplatz von verschiedenen, fiktiven Einrichtungen. Als bestätigte Schauplätze der neuen Staffel werden sie jedoch nicht aufgeführt.
Rund um Schladming: Krankenhaus, Wasserfälle und Wiedersehensmomente
Knapp acht Kilometer südöstlich von Ramsau liegt Schladming, welches als Drehort der 18. Staffel genannt wird. Die Stadt im Ennstal ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Berge ringsum.
Das Diakonissenkrankenhaus Schladming
Das Krankenhaus zählt sicherlich zu den bekanntesten Drehorten der Serie. Laut Drehortchronik entstehen hier vor allem Außenaufnahmen und Szenen am Hubschrauberlandeplatz. Für Innenaufnahmen weicht die Produktion teilweise auf separate Drehbereiche aus, damit der Klinikbetrieb nicht gestört wird. Nicht jedes Zimmer, das im Fernsehen nach Klinik aussieht, ist auch tatsächlich dort beheimatet. Als Besichtigungsziel kommt das Haus nicht infrage: Es sollte jedem einleuchten, dass die Patientenversorgung und deren Privatsphäre geschützt werden müssen.
"Wilde Wasser", Riesachfälle und Riesachsee
Im Untertal bei Schladming liegen der Themenweg "Wilde Wasser", die Riesachfälle und der Riesachsee, allesamt bekannte Motive. Die Riesachfälle gelten mit rund 140 Metern als höchster Wasserfall der Steiermark, hier dominieren Wasser und Bergwald die Szenerie - ein reizvoller Gegensatz zur offenen Hochfläche von Ramsau. Wie anspruchsvoll der Besuch wird, hängt von Kondition und Wetter ab; bitte unbedingt vorab die aktuellen Wetterbedingungen prüfen. So spektakulär eine Fernsehrettung auch wirken mag – es ist keine Einladung, wahrhaftig in den Fußstapfen der Protagonisten zu wandeln und das Schicksal herauszufordern!
Schnepf'n Alm auf der Reiteralm: Einkehr in einem bestätigten Staffel-18-Drehort
Wer gezielt einen Drehort der neuen Staffel sucht, wird bei der Schnepf'n Alm auf der Reiteralm fündig. Die private Drehortchronik ordnet dieses Restaurant der siebten Folge der 18. Staffel zu. Eine offizielle Bestätigung durch ZDF oder Produktionsfirma gibt es nicht, und auch welche Szene dort entstand, ist nicht dokumentiert.
Die Adresse lautet Preunegg 45, 8973 Schladming. Die Schnepf'n Alm ist das Dorfrestaurant des Hüttendorfes Almwelt Austria und lockt mit einem À-la-carte-Restaurant sowie einer Sonnenterrasse mit Bergpanorama. Serviert wird österreichische Küche mit internationalem Einschlag. Die Almwelt liegt auf einem Plateau an den Skipisten der Reiteralm: Der Blick reicht über das Ennstal bis hin zum Dachsteinmassiv. Wer dort länger verweilen möchte, übernachtet in den Chalets oder im Hotel "Jagdhaus".
Einen weiteren Serienort in der näheren Umbebung repräsentiert der Spiegelsee. Er ist Teil der Drehortgeschichte älterer Folgen und wird für Staffel 18 nicht bestätigt, weshalb die Schnepf'n Alm die konkretere Location für die neuen Episoden darstellt.
Unterwegs im Ennstal: Heli-Basis, Schlosshotel und Gipfelkirchlein
Niederöblarn: Der Hubschrauberstützpunkt der Serie
Wenn der Hubschrauber in "Die Bergretter" abhebt, geschieht dies am Heliport bzw. Alpenflugplatz Niederöblarn in der Steiermark, rund 35 Autominuten von Ramsau entfernt. Er ist als wiederkehrender Schauplatz identifiziert, in welcher Folge der 18. Staffel er zu sehen sein wird, ist dagegen nicht sicher. Man kann ihn auch nicht besichtigen, laut Drehortchronik ist das Gelände nicht öffentlich zugänglich. Somit sichert er sich seinen Status als Hintergrundwissen bezüglich der Produktion.
Schloss Pichlarn: Das Hotel von Bürgermeister Herbrechter
Das heutige Imlauer Hotel Schloss Pichlarn in Aigen im Ennstal ist in der Serie das Hotel des ehemaligen Bürgermeister Herbrechter. Das traditionsreiche Haus ist ein regulärer Hotelbetrieb und hat mit dem Hotel Lindenhof (Serienname "Petershof") nichts zu tun. Beide übernehmen in der Serie unterschiedliche Funktionen - sehr zur Freude langjähriger Zuschauer. Wer hier nächtigen will, kann ganz normal über das Hotel buchen. Hier wird nicht ununterbrochen gedreht, dementsprechend vermisst man auch regelmäßig durchs Foyer laufende Darsteller.
Stoderzinken: Gipfelblicke und das Friedenskircherl
Der Stoderzinken bei Gröbming zählt zu den häufig dokumentierten Außendrehorten. Die bekannten Motive sind das Gipfelkreuz, die Stoderzinken-Alpenstraße und das Friedenskircherl, ein schönes Ziel für alle, die Berglandschaft und Architektur erleben möchten. Von oben schweift der Blick weit über das Ennstal und die umliegenden Gipfel. Die Seilbrücke aus den Rettungsszenen wurde eigens für die Dreharbeiten aufgebaut und ist ganz sicher keine Touristenattraktion, geschweige denn ein Wanderweg.
Bauernhöfe und Stuben: Serienkulissen für Kenner
Neben dem Pernerhof dienten weitere reale Höfe als Kulisse. Sie sind vor allem etwas für Fans die sehen wollen, wie aus mehreren, verstreuten Locations ein einziger Serienkosmos entsteht.
Gruberhof und Gruberstube in Ramsau
Die Gruberstube in Ramsau lieferte in den ersten beiden Staffeln den Rahmen für Innen- und Außenaufnahmen des früheren Marthalerhofs. In einer späteren Variante des Serienhofs entstanden die Innenaufnahmen weiterhin hier, die Außenansichten kamen dann vom Kulmerhof in Pruggern. Heute heißt der Betrieb Gruberhof bzw. Gruberhof Appartements (Ramsau 51, 8972 Ramsau am Dachstein). Die Gruberstube ist laut regionaler Tourismusinformation als Jausenstube geschlossen, der Gruberhof bietet auf seiner Website aber weiterhin Besichtigungstermine an. Vor dem Besuch sollte man klären, welche Bereiche zugänglich sind.
Kulmerhof in Pruggern
Der Kulmerhof markierte in den ersten beiden Staffeln die Außenkulisse des Marthalerhofes, während die Innenräume in der Gruberstube gedreht wurden. Ein weiteres, anschauliches Beispiel dafür, dass ein bestimmtes Haus im Drehbuch in der Realität über mehrere Gebäude verteilt sein kann. Eine öffentliche Drehortführung oder freie Innenbesichtigung ist nicht belegt; wer den Hof live sehen will, fragt vorzugsweise vorher an, ob ein Blick von außen erwünscht ist.
Schrempfhof in Ramsau
Der Schrempfhof wird in einer privaten Drehortchronik als Schauplatz der Folge "Spurlos verschwunden" erwähnt. Hauptmotiv der 18. Staffel ist er allerdings nicht, zu einem geregelten Besichtigungsangebot gibt es keine belastbaren Angaben.
Stoanerhof in Pichl
Der Stoanerhof in Pichl bei Schladming (Pichl 2, 8973 Schladming) war laut Drehortchronik in "Filmriss" zu sehen. Heute ist er ein produzierender Landwirtschaftsbetrieb mit Ferienwohnungen. Der Zutritt zu früheren Drehbereichen ist damit nicht gesichert möglich.
Die Drehorte als Spickzettel
Wer die wichtigsten Ziele nach ihrem Serienbezug sortieren möchte, orientiere sich an dieser Reihenfolge:
- Ramsau am Dachstein:
Bergretter-Zentrale, Pernerhof ("Emilies Hof") und die kostenlose Freitagswanderung – das Pflichtprogramm. - Hotel Lindenhof:
Vom Tourismusverband als Serienhotel "Petershof" geführt, zum Übernachten. - Kaunertaler Gletscher:
Belegter Drehort der Winterszenen zu Beginn von Staffel 18. - Schnepf'n Alm (Reiteralm):
Laut privater Drehortchronik der siebten Folge zugeordnet, ideal für eine Einkehr. - Dachstein, Silberkarklamm, Riesachfälle:
Spektakuläre Naturkulissen mit Serienbezug aus früheren Staffeln. - Stoderzinken, Schloss Pichlarn, Niederöblarn:
Etwas für Kenner. Heliport und Krankenhaus sind nicht zu besichtigen.
Das gesamte Gebiet empfiehlt sich wegen seiner überwältigenden Natur für weitaus mehr als das bloße Besichtigen von Drehorten. Es hat vom vertrauten Ramsau über Tiroler Gletscherstraßen bis hin zu urigen Höfen, kristallklaren Bergseen und malerischen Wanderwegen für jeden Geschmack etwas zu bieten. Zu entdecken gibt es neben einigen Schauplätzen aus der Serie "Die Bergretter" in erster Linie eine geschichtsträchtige Region, deren Faszination Menschen seit Generationen - völlig unabhängig vom Serienformat - begeistert.
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