Rudi Cerne über Fall, bei dem der Mörder im "Aktenzeichen XY"-Studio saß
Ein Fall aus "Aktenzeichen XY" hat Rudi Cerne besonders geprägt: "Diesen Fall werde ich nie vergessen", erklärte Rudi Cerne rückblickend im prisma-Podcast aus dem Jahr 2024. Gemeint ist der Mord an Maria Baumer, einer der erschütterndsten Fälle in der Geschichte von "Aktenzeichen XY".
Als die 26-Jährige 2012 spurlos verschwand, wandten sich ihre Schwester und ihr Verlobter in einer Spezialausgabe verzweifelt an das Publikum. Ein Jahr später wurde Baumers Leiche gefunden. Doch die ganze Tragweite offenbarte sich erst 2020: Der Mann, der im Studio um Hinweise gebeten hatte, war selbst der Täter. Ein Moment, der rückblickend selbst erfahrene True-Crime-Zuschauer frösteln lässt.
"Aktenzeichen XY": Der Täter saß selbst im Studio und bat um Hinweise
"Die Polizei war die ganze Zeit über misstrauisch und hatte den Mann immer auf dem Kieker", erzählt uns Rudi Cerne. In Vernehmungen verstrickt sich der angeblich Trauernde dann über die Zeit immer weiter in Widersprüche und kann so schließlich überführt werden.
Doch dass der Täter jahrelang ein Opfer spielte, hat Rudi Cerne bis heute nicht vergessen: "Der Täter gab vor, unter dieser Situation zu leiden. Wir haben sogar Aufnahmen gezeigt, wie der Mann in der Kirche kniete und betete, dass doch bald Klarheit in diesem Fall herrsche".
Rudi Cerne über den XY-Fall: Studio-Auftritt wurde zum Beweismittel
Schließlich konnte die besagte Ausgabe der ZDF-Sendung allerdings trotzdem noch ihren Teil zur Verurteilung des Täters beitragen, wie der Moderator verrät: "Dieses Gespräch aus der Sendung ist dann in der Gerichtsverhandlung verwendet worden. Die Gerichtsreporterin hat mir gesagt, dass vor Unfassbarkeit ein Raunen durch die Menge gegangen ist, als dieses Video gezeigt wurde."
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