Oktoberfest-Schock

"Ich war total besoffen": Prinz bleibt auf 38.000 Euro sitzen

16.10.2026, 13.06 Uhr
Champagner, eine feuchtfröhliche Runde und plötzlich verschwundene Begleiter: Für Frédéric von Anhalt endet die Wiesn-Nacht anders als geplant.
Frédéric von Anhalt und Uschi Glas
Frédéric von Anhalt und Uschi Glas feiern im Käferzelt auf der Wiesn.  Fotoquelle: picture alliance/dpa | Felix Hörhager

Ein feuchtfröhlicher Oktoberfest-Abend wurde für Frédéric Prinz von Anhalt deutlich teurer als erwartet. Der 83-Jährige feierte in Käfers Wiesn-Schänke mit Bekannten und trank dabei reichlich Champagner. Doch am Ende des Abends waren seine Begleiter verschwunden. Nach eigener Darstellung blieb der Prinz deshalb auf einer Rechnung über 38.000 Euro sitzen.

38.000-Euro-Rechnung auf der Wiesn: "Ich war total besoffen"

Eigentlich wollte Frédéric von Anhalt einen geselligen Abend auf der Wiesn verbringen. Wie er gegenüber der "Abendzeitung" berichtet, war er mit einer Gruppe von Bekannten unterwegs, die er liebevoll als seine "Hollywood-Clique" bezeichnet. Da er kein Bier trinke, habe er sich zunächst zu einem Glas Champagner überreden lassen. Dabei blieb es allerdings nicht.

"Aus einem Glas wurden dann aber immer mehr. Die hatten ja mehrere weiße Magnum-Flaschen bestellt", erinnert sich von Anhalt und räumt ein, irgendwann "total besoffen" gewesen zu sein. Später habe ihn jemand ins Hotel Bayerischer Hof gebracht, wo er (vollständig bekleidet) auf seinem Bett wieder zu sich gekommen sei.

Frédéric von Anhalts Begleiter verschwinden vor dem Bezahlen

Allerdings war nicht nur das Aufwachen im Hotel für den Prinzen überraschend. Auch die Rechnung des Abends dürfte für große Augen gesorgt haben. So seien insgesamt 38.000 Euro fällig gewesen. Das Problem: Als es an der Zeit war, zu zahlen, seien die besagten Bekannten, mit denen von Anhalt zuvor gefeiert hatte, bereits verschwunden gewesen. Hierzu hat der 83-Jährige eine eigene Theorie. Seine Begleiter hätten seine American Express Centurion Card gesehen und gewusst.

Schwarze Kreditkarte im Fokus: Prinz bezahlt die Rechnung komplett

Er vermutet, dass sein Besitz der schwarzen Kreditkarte eine Rolle bei den zahlreichen Bestellungen gespielt haben könnte. Einen Beleg für diese Annahme gibt es allerdings nicht. "Ich bin doch kein Säufer und trinke für 38.000 Euro", ärgert er sich gegenüber der Münchner Abendzeitung über die Situation. Dennoch gibt er an, die Rechnung trotzdem vollständig bezahlt zu haben. Sein Unmut richtet sich dabei nicht gegen die Bedienung. "Die arme Frau kann ja nichts dafür", stellte er klar. Seine Begleiter, die vor dem Bezahlen gegangen waren, bezeichnete er allerdings als "Schweinepriester! "

American Express meldet sich nach der 38.000-Euro-Ausgabe

Die ungewöhnlich hohe Ausgabe blieb offenbar auch beim zuständigen Kreditkarten-Unternehmen nicht unbemerkt. Nach von Anhalts Darstellung meldete sich American Express bei ihm, um sich zu erkundigen, ob mit der betreffenden Karte alles in Ordnung sei oder ob sie möglicherweise gestohlen wurde.

Kein Kassenbon mehr da: So will Frédéric von Anhalt Klarheit bekommen

Einen Kassenbon kann der 83-Jährige nicht mehr vorweisen. Er wisse nicht, ob er diesen vielleicht verloren oder am Tisch zurückgelassen habe, und möchte nun noch herausfinden, wie die hohe Rechnung überhaupt zustande kam. Allzu eilig scheint er es mit der Aufklärung des Sachverhalts allerdings nicht zu haben. Auf eine Anfrage von RTL meldete er sich aus Ungarn. Er sei für ein paar Tage in Budapest und würde sich um das Ganze kümmern, wenn er wieder in München ist.

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