Eigentlich hat Belinda nur ein Studium begonnen, um endlich aus den relativ starren Konventionen ihrer armenischen Familie auszubrechen. Nur zur Mutter hält sie engen Kontakt. Ansonsten frönt sie der neu gewonnenen Freiheit und genießt das Leben an der Seite ihres deutschen Freundes Manuel. Als aber ihr Vater unerwartet stirbt, gerät Belinda - ohne es zu wollen - immer stärker in den Sog ihrer armenischen Herkunft. Dadurch entfremdet sie sich gleichzeitig mehr und mehr von ihrem Studentenleben und damit auch von Manuel ...

Samira Radsi erzählt in ihrem Kinodebüt vom Leben zwischen unterschiedlichen Kulturen. Zwischen tragischen und komischen Momenten entwickelt sie mit sensiblem Gespür die Geschichte einer jungen Frau, die sich zwischen ihrer Verankerung in der Tradition ihres Volkes und dem Wunsch nach Flucht aus eben dieser Situation entscheiden muss, um einen für sie richtigen Weg zu finden. Wenn auch einige Szenen übertrieben wirken und relativ kostengünstig gefilmt wurden, hat diese Selbstfindungsgeschichte dennoch Unterhaltungswert.



Foto: Filmlichter