Als Teenager hat man es nicht leicht. Das muss auch die 15-jährige Charleen (Jasna Fritzi Bauer) einsehen. Überhaupt hat sie die Nase voll vom Tratsch über Jungs, von ihrer Mutter Sabine (Heike Makatsch) und der Schule sowieso. Mehr aus Protest und Trotz als aus ernsten Absichten beschließt sie eines Tages, sich umzubringen. Schließlich sind ihre größten Idole Kurt Cobain und Amy Winehouse ebenfalls jung gestorben.

Als Charleen, mit dem Fön in der Hand, fest entschlossen in der Badewanne steht, klingelt plötzlich ihr Handy. Durch den Schreck verliert sie ihr Gleichgewicht, rutscht aus und erwacht im Krankenhaus. Von nun an hat die Jugendliche regelmäßig einen Termin bei Dr. Frei (Nikolaus Frei), einem Psychotherapeuten.

In dessen Wartezimmer trifft sie Linus (Sandro Lohmann), den größten Streber ihrer Schule. Nach einer Weile merkt sie, dass dieser doch nicht so ein Freak ist, wie alle sagen. Er bringt sie zum Lachen und vielleicht noch mehr?

Gut gemeint

Das Coming-of-Age-Drama hat viele gute Ansätze und witzige Momente. Auch die Liebe kommt neben all den Tücken des Erwachsenwerdens nicht zu kurz. Mit Jasna Fritz Bauer in der Hauptrolle hat Regisseur Mark Monheim alles richtig gemacht, schließlich gehört die oft unterschätzte Schauspielerin zu den größten Filmhoffnungen in Deutschland.

So scheinen alle Zutaten für ein emotionales Drama vorhanden zu sein. Die Figuren bleiben aber viel zu platt. Zu wenig Tiefgang und ein lapidarer Umgang mit dem Thema Suizid zerstören alle Hoffnungen, die man in diesen Film gesetzt hatte.

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