Anfang der Sechzigerjahre kommt es in der Unterwelt des englischen Seebades Brighton zu einem brutalen Bandenkrieg. Als der skrupellose Kleinganove Pinkie einen Handlanger des mächtigen Mafiosi Colleoni ermordet, muss er sich das Vertrauen der etwas zurückgebliebenen und gutgläubigen Kellnerin Rose erschleichen, weil diese eine unliebsame Zeugin des Mordes ist. Mit seinem morbiden Charme fängt er das Herz von Rose, die keine Ahnung hat, mit wem sie sich da eigentlich eingelassen hat ...

Die Geschichte basiert auf dem 1939 von Graham Greene verfassten, gleichnamigen Roman (deutscher Titel: "Am Abgrund des Lebens"), der bereits Brighton Rock mit Richard Attenborough in der Hauptrolle wesentlich besser verfilmt wurde. Hier nun steuert die Story mehr und mehr auf die unausweichliche Katastrophe zu, ohne dass man Mitleid mit irgendeiner der Figuren hätte. Die Frau ist dämlich, der Gangster einfach nur fies, eklig und keinesfalls charmant und zudem von Sam Riley auch noch nervig überinterpretiert, die weiteren Figuren – trotz Helen Mirren, John Hurt oder Andy Serkis – weitestgehend uninteressant. Was bleibt: die gut in Szene gesetzte Umgebung der Sechzigerjahre zwischen Rockern und Mods.



Foto: Kinowelt