Sie begannen mit einem aufsehenerregenden Skandal, machten ihre Liebe und gegenseitige Anziehung, ihren Streit, ihren Reichtum und ihre Süchte öffentlich und wurden so zum Glamourpaar der Swinging Sixties: Elizabeth Taylor und Richard Burton. Sie, seit ihrer Kindheit ein verwöhnter Hollywoodstar, und er, ein walisischer Bergarbeitersohn, der sich zu einem der großen Theatermimen seines Landes entwickelt hatte, trafen in Rom am Set zu dem bis dahin teuersten Film der Filmgeschichte zusammen. Die Welt sah zu, als es zwischen Mark Antony und Cleopatra knisterte. Ein Jahr später, im Frühjahr 1964, gaben sich die beiden je frisch Geschiedenen zum ersten Mal das Ja-Wort. Zehn stürmische Jahre später ließen sie sich voneinander scheiden, um es kurz darauf noch einmal miteinander zu versuchen - ohne nachhaltigen Erfolg.

Das Schauspieler-Ehepaar Taylor/Burton beschäftigte wohl wie kein anderes die Menschen. Trotz des Ehekriegs, den sie hemmungslos in aller Öffentlichkeit austrugen, standen sie immer wieder gemeinsam vor der Kamera, man denke nur an "Hotel International" (1963), "Hotel International", "Der Widerspenstigen Zähmung", "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (beide 1966), "Die Stunde der Komödianten" oder "Brandung" (beide 1967). Regisseur Richard Laxton ("An Englishman in New York") erinnert an in seinem TV-Drama an das legendäre Duo, das von Dominic West und Helena Bonham Carter (Golden-Globe-Nominierung 2014) gekonnt verkörpert wird. Allerdings wirkt die Inszenierung an vielen Stellen recht blutleer und gewollt.

Foto: ZDF/BBC/Gustavo Papaleo