1981 wird Quentin Crisp, Großbritanniens berühmtester Homosexueller, nach New York eingeladen. Seine Ein-Mann-Show "How to Be Happy" wird zum Geheimtipp - auch beim heterosexuellen Publikum. Nachdem ihn seine Agentin mit dem Herausgeber der "Village Voice" bekannt gemacht hat, kann der begeisterte Partygänger und Premierenbesucher Crisp seinen flamboyanten Stil und scharfzüngigen Witz auch in Kritiken und Kolumnen unter die Leute bringen. Doch mit seiner unbedachten Äußerung, Aids sei nur eine "Modeerscheinung", macht sich Crisp in der schwulen Community New Yorks viele Feinde, so dass er sich schließlich aus der Öffentlichkeit zurückzieht ...

1987 widmete der ehemalige Police-Sänger Sting Quentin Crisp (1908-1999) seinen Song "An Englishman in New York". Nach diesem Titel setzte Regisseur Richard Lanxton seine Biographie in Szene, in der er den letzten Lebensabschnitt Crisps in den Mittelpunkt stellt. Für die Hauptrolle konnte Lanxton den britischen Charakterdarsteller John Hurt verpflichten, der hier bereits zum zweiten Mal in der Rolle des Exzentrikers glänzt, denn bereits 1975 gab er in Jack Golds Fernsehfilm "Wie man sein Leben lebt" als Crisp einer seiner besten schauspielerischen Leistungen, für die er mit dem BAFTA-Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Und auch für seine neuerliche Crisp-Verkörperung wurde Hurt prämiert: Auf der Berlinale 2009 erhielt er für sein bravouröses Spiel den "Teddy Award".

Foto: ZDF/ITV/Leopardrama