Gottfried Helnwein ist zweifellos einer der bekanntesten Künstler unserer Zeit. Mit seinen ungewöhnlichen Arbeiten ist er aber auch einer der umstrittensten. Seit über 30 Jahren ist Helnwein aktiv, zeigt in Fotografien, fast schon fotografischen Aquarellen oder realistisch wirkenden Ölbildern verstörende Selbstporträts, blutige Kinderbilder, gequälte Seelen, mit denen er zwar das Publikum oft schockiert, aber stets auch tief berührt. Die Filmemacherin Claudia Schmid hat Gottfried Helnwein zwei Jahre lang über die Schulter geschaut.

Die Auseinandersetzung mit Kunst ist immer subjektiv. Dennoch bemüht sich dieses Porträt darum, den Künstler Helnwein möglichst objektiv darzustellen und ihn bei seiner Arbeit zu beobachten. So wird der Betrachter hier Zeuge verschiedener Schaffensprozesse – ob in seinem irländischen Schloss oder im Atelier in Los Angeles. Darüber hinaus erzählt Helnwein von seinen Intensionen und gibt Einblick in sein Seelenleben, das wiederum für seine Kreativität und künstlerisches Schaffen unabdingbar ist. Interessant: Auch die Freundschaft zum kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger wird thematisiert.



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