Sie will Liebe, sie liebt ihr Land, und sie liebt seine Menschen. Die bekannte DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann sucht das Paradies, sie sehnt sich nach Sozialismus, sie schreibt für ihre Überzeugung und stirbt schließlich an gebrochenem Herzen.

Markus Imboden ("Ins Leben zurück", "Der Mörder ist unter uns") inszenierte dieses poetische Zeitgemälde, das zugleich ein zeitloses Porträt ist. Aus schulmedizinischer Sicht erlag Brigitte Reimann 1973 einem Krebsleiden. In Wirklichkeit starb die 39-Jährige aus Mangel an Hoffnung bei verschärfter Sehnsucht. Es war die Sehnsucht nach Sozialismus, an den sie geglaubt und für den sie ihr Schreiben instrumentalisiert hatte. Der Film schildert auf der Grundlage der beiden Tagebuch-Bände "Ich bedaure nichts" und "Alles schmeckt nach Abschied" die ungewöhnliche Lebensgeschichte einer Frau, die schon zu Lebzeiten zu einer Symbolfigur eines unangepassten und leidenschaftlichen Lebensanspruchs wurde.

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