Ariane ist eine ältere Frau, die just an ihrem Geburtstag von allen ihr nahe stehenden Personen eine Absage erhält. Traurig und etwas verzweifelt verlässt die Einsame ihr trautes Heim samt Torte. Sie setzt sich ins Auto, fährt ziellos in Marseille herum Richtung Meer.

Mit dem Wunsch, doch noch irgendwie ihren Geburtstag gebührend feiern zu können, landet sie nach einigen kuriosen Unterbrechungen in einem Café. Da sie Zu Hause sowie niemand vermisst, nimmt sie das Angebot an, auf einem Boot zu übernachten.

Am nächsten Tag lässt sie sich auch darauf ein, im Café als Kellnerin zu arbeiten. Ein Amerikaner macht ihr Avancen, sie traut sich vor Publikum zu singen und redet mit einer Schildkröte - der ganz normale Wahnsinn eben ...

Enttäuschung auf allen Ebenen

Autor, Produzent und Regisseur Robert Guéduguian konnte in der Vergangenheiten mit Werten wie "Marius und Jeannette", "Letzte Tage im Elysée" oder "Der Schnee am Kilimandscharo" durchaus überzeugen. Doch mit seinem jüngsten Werk enttäuscht er auf allen Ebenen. Denn nicht nur die Inszenierung ist äußerst mangelhaft, sondern auch die Schauspielleistungen.

Der Amerikaner etwa wirkt so amerikanisch wie eine Geisha, die Hauptdarstellerin bleibt weit hinter ihren Möglichkeiten und selbst Jean-Pierre Darroussin spielt hier, als wenn er selbst nicht wüsste, was er eigentlich macht.

Das Ziel wurde weit verfehlt

Die skurrilen Erlebnisse der Protagonisten nerven von Beginn an, nur um am Ende - äußerst dürftig - als Traum entlarvt zu werden. Ein witziges oder zumindest unterhaltsames Märchen über die Kraft der Solidarität hätte es werden können. Doch das Ziel wurde weit verfehlt. Eine Gähn-Nummer!