Der junge Journalist Antoine Moreau erhält von dem schwer erkrankten Staatspräsident Frankreichs die Erlaubnis, dessen Memoiren zu schreiben. Der Staatsmann ist geistig zwar noch sehr rege, aber schon stark von seiner Krankheit gezeichnet. Antoine wird regelmäßig zu Treffen in den Elysée-Palast eingeladen, wo die beiden über das Leben des Präsidenten sprechen. Der junge Journalist, dem diese Aufgabe sehr nah geht, vernachlässigt immer mehr sein Privatleben, worunter die Beziehung zu seiner Freundin deutlich leidet. Doch Antoine denkt gar nicht daran, sein schriftstellerisches Projekt mit dem Präsidenten aufzugeben ...

Der französische Regisseur Robert Guédiguian ("Marius und Jeannette") verfilmte hier den Roman "Le dernier Mitterrand" von Georges-Marc Benamou. Mit keinem Satz wird in dem Buch explizit erwähnt, dass es sich bei dem Präsidenten, wie er im Film dargestellt wird, tatsächlich um François Mitterrand handelt. Zugleich ist aber - schon allein aufgrund des Titels des Buches - deutlich, dass es sich genau um diese Persönlichkeit handelt. Neben der politischen Größe geht es allerdings vor allem auch um die Darstellung eines Privatmannes, der mit grundsätzlichen existentiellen Fragen und mit dem Tod konfrontiert ist. Für die Rolle des Präsidenten entschied sich Guédigiuan für Michel Bouquet. Eine geglückte Wahl: Bouquet wurde 2006 für seine schauspielerische Leistung in "Letzte Tage im Elysée" mit einem César ausgezeichnet.

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